Fussball

Im letzten Heimspiel cool bleiben

Rapperswil-Jonas Trainer Stefan Flühmann geht zwei Runden vor Saisonschluss am Samstag in seine Heimspiel-dernière. Ein Sieg seines Teams und ein gleichzeitiger Punktverlust von Kriens würde der vorzeitige Aufstieg in die Challenge League bedeuten.

Stefan Flühmann muss auch in seinem letzten Heimspiel als FCRJ-Trainer einen kühlen Kopf bewahren.

Stefan Flühmann muss auch in seinem letzten Heimspiel als FCRJ-Trainer einen kühlen Kopf bewahren. Bild: David Baer

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«Darüber wollen wir jetzt nicht reden», antwortet Stefan Flühmann zum Thema Aufstieg in die Challenge League. «Wir gehen alles so an wie bisher. Die Vorbereitung aufs Spiel wird nicht anders verlaufen als sonst», verrät er. Dabei ist seine Karriere beim Seeklub jetzt schon äusserst erfolgreich, Aufstieg hin oder her. 1,99 Punkte erspielte der FCRJ in den bisherigen 88 Partien in der Promotion League unter der Führung des Horgners im Durchschnitt. Dies sind zwei von drei möglichen Zählern. «Dass dies als Amateur- und nicht als Profitrainer möglich ist, das macht mir schon Freude», sagt Flühmann.

Überhaupt, die Situation in der zweiten Saisonphase mit sieben Finalspielen sei äussert reizvoll und befriedigend. Nach dem Vordringen auf den ersten Platz in der letzten Runde gegen United Zürich (5:1 Heimsieg) könne er durchaus noch nicht ruhiger schlafen. «Das kann ich dann erst nach Abschluss der Meisterschaft.»

Sich kontinuierlich entwickelt

Der 45-Jährige hat die erste Mannschaft von Rapperswil-Jona mitten in der Saison 2013/14 übernommen und mit ihr dann gleich den Aufstieg in die dritthöchste Liga geschafft. «Ein unglaublicher Motivator», betont Sportchef Arben Gojani, der in der Aufstiegssaison noch als Captain unter Flühmann gespielt hat. «Er hat die besondere Fähigkeit, mit seiner euphorischen Art die Spieler zu begeistern.» Gojani weiss, wovon er spricht, denn bei der Übernahme der Mannschaft im Herbst 2013 lag vieles im Argen, das Fanionteam des FCRJ war weit entfernt von sportlichem Erfolg. «Flühmann sucht immer den direkten Kontakt mit den Spielern und ist sehr analytisch.»

Dass die Promotion League keine Regionalliga mehr ist, war für den Trainer mit UEFA A-Diplom kein Problem. «Er hat sich in den letzten drei Jahren als Trainer kontinuierlich weiter entwickelt, vieles mitgenommen und an anderen Orten abgeschaut», so der Sportchef weiter. «Das ist eindrücklich und kommt wiederum der Mannschaft zugute.»

Hohes Niveau

Und wird FCRJ-Präsident Rocco Delli Colli auf den Coach angesprochen, so kommt der umtriebige Unternehmer nicht aus dem Schwärmen heraus. «In erster Linie haben wir zu Beginn Flühmann angestellt, weil wir von ihm als Mensch überzeugt waren. Wir hatten keine Ahnung, ob er es als Fussballtrainer bringen würde», gibt das Vereinsoberhaupt preis. «Überzeugt sind wir heute noch immer zu 100 Prozent. Da bewegt er sich nicht nur auf Promotion League Niveau, das ist sogar Super League oder höher», fügt Delli Colli an. Es nütze nichts, wenn man viel von Fussball verstehe und die menschliche Komponente vergesse, das habe die Fussballwelt immer wieder erfahren müssen.

«Aber Stefan ist ein Detail-Freak, der auf und neben dem Platz vielen Kleinigkeiten Beachtung schenkt. So wissen wir nun, dass er auch als Trainer durchaus das Rüstzeug mitbringen würde, in einer Profiliga fachlich bestehen zu können», glaubt der FCRJ-Präsident. Der Coach überlasse nichts dem Zufall, füge alles wie in einem Mosaik zusammen. Obwohl er aus dem Amateurbereich komme, bringe er alles mit, wie man auch auf höheren Stufen erfolgreich Fussball spielen lassen könne.

Noch zwei Siege fehlen

Erreicht hat der FCRJ bezüglich Aufstieg in die Challenge League indes sportlich noch nichts. Nun stehen die beiden anspruchsvollen Begegnungen gegen die Nachwuchsteams des FC Zürich und des FC Basels an. Keine einfache Aufgabe, obwohl die Mannschaft in den letzten acht Spielen mit sieben Siegen überzeugte.

Um den Aufstieg aber definitiv und ohne fremde Hilfe zu schaffen, braucht es nochmals zwei Vollerfolge. Den ersten am Samstagnachmittag im letzten Heimspiel der Saison gegen die U21-Equipe des FCZ. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.05.2017, 14:57 Uhr

Arben Gojani: «Flühmann ist ein unglaublicher Motivator.» (Bild: zvg)

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