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RATGEBER
 
Hausratversicherung hilft auch auf der Piste
vom 01.02.10
Richard Eisler *
 
Jetzt Prämien der Privathaftpflicht- und Hausratversicherungen vergleichen und sparen

Eitel Sonnenschein, federleichter Pulverschnee und ein paar Bretter, mit denen man zu Tal sausen kann. Was gibts Schöneres Entschieden weniger schön ist es, wenn einem in der Mittagspause in der Skihütte die Bretter abhandenkommen. Zum Ärger über den Verlust des Sportgeräts, das man sich für teures Geld eben erst selbst geschenkt hat, kommt noch das «Vergnügen», im klobigen Schuhwerk talwärts marschieren zu müssen. Als Bestohlener können einem Sonnenschein und Pulverschnee ge-stohlen bleiben. Leider ist die Skisaison auch die Zeit der Skidiebe.

Zeitwert oder Neuwert

Gemildert wird der Ärger womöglich, wenn Betroffene den durch den Diebstahl verursachten Schaden von der Versicherung vergütet bekommen. Die Frage ist bloss: von welcher Versicherung Der Diebstahl auf der Skipiste ist im Grunde ein Fall für die Hausratversicherung, die die Versicherungsgesellschaften meist als Kombination mit der Privathaftpflichtversicherung im Produktangebot führen.

Die Hausratversicherung kommt dann zum Zug, wenn sich Diebe in den eigenen vier Wänden zu schaffen machen. Anders präsentiert sich die Sachlage, wenn man - wie im vorliegenden Fall - ausser Haus zum Diebstahlopfer wird. Für den sogenannten «Einfachen Diebstahl auswärts» braucht es eine Zusatzdeckung, bei der meist ein Kostendach von 2000 Franken sowie ein Selbstbehalt von 200 Franken gilt. Vergütet wird bei einigen Versicherungen bei Sportgeräten standardmässig nur der jeweilige Zeitwert.

Versicherung vergütet Neuwert

Sportgeräte können aber gegen Mehrprämie zum Neuwert versichert werden. Der Zeitwert berücksichtigt die Amortisation, also den Wertverlust, dem ein Gebrauchsgegenstand durch seine Verwendung und durch die natürliche Alterung unterworfen ist. Deshalb gilt: Wer gern mit allerlei Sportgerät in die Ferien fährt, ist gut beraten, die Hausratversicherung um die Zusatzdeckung «Einfacher Diebstahl aus-wärts» zu erweitern. Dabei sollte man darauf achten, dass Sportgeräte zum Neuwert versichert sind. Durch kluges Verhalten lässt sich im Übrigen das Diebstahlrisiko auf der Skipiste erheblich senken. Wer in der Mittagspause Bretter und Stöcke potenziellen Dieben als hübsches Doppelpaar präsentiert, wird eher bestohlen als derjenige, der die beiden Ski an jeweils getrennten Orten deponiert. Der Weg über die Hausratversicherung ist nicht der einzige, um beim Skidiebstahl in den Genuss einer Versicherungsleistung zu kommen. Es gibt auch Ski- und Snowboard-Versicherungen, die gleich beim Kauf des Sportgerätes abgeschlossen werden können. Erfahrungsgemäss weist der Verkäufer im Sportgeschäft auf diese Möglichkeit hin, oft verbunden mit dem Hinweis, dass die Prämie für das erste Jahr im Kaufpreis inbegriffen sei.

Die Prämien von Skiversicherungen bewegen sich je nach Kaufpreis zwischen 10 und 50 Franken: Vorteil der Skiversicherung: Die Versicherung zahlt auch bei blosser Beschädigung, sie vergütet stets den Neuwert, und es gibt keinen Selbstbehalt.

Ski in abgesperrter Skibox

Einen besonderen Fall bildet der Skiklau vom Autodach. Viele Motorfahrzeugversicherer erbringen im Rahmen der Teilkaskoversicherung Leistungen für gestohlene Utensilien, falls sich diese im ordnungsgemäss abgeschlossenen Auto befunden haben. Beim Diebstahl vom Autodach zahlt die Versicherung aber nur dann, wenn die Bretter in einer abgesperrten Skibox deponiert waren.

 
* Richard Eisler ist Geschäftsführer des Internet-Vergleichsdiensts Comparis.ch.
 



 
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