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Warum Papa der Beste ist

Bloggerin Silvia Makowski, Mutter einer 10 Monate alten Tochter fragt sich in ihrem neusten Beitrag: Was kann Papa besser als Mama?

«Warum ist unsere kleine Charlotte so verrückt nach Papa?» Symbolbild: Keystone

In diesem Beitrag möchte ich davon berichten, warum Papa der Beste ist. Was macht er besser als Mama? Ich meine damit nicht, dass er für die Familie sorgt, komplizierte Computernetzwerke installiert, mit jedem Auto (auch Umzugslastwagen!) überall einparken kann, im Grunde genommen ein ganzes Haus bauen könnte, kaputte elektronische Geräte repariert, windsurft, als wäre er am Gardasee aufgewachsen, sich mit komplexen Spiegelreflexkameras auskennt, sich mit Leuten in einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit über den gestern verpassten Aufschlag von Timea Bacsinszky in Runde 2 unterhalten und das Geschehen auf den Währungsmärkten so klar und logisch nachvollziehen kann wie ich die Klaviersonate No. 16 von Mozart oder vielmehr die letzte Entscheidung der Bachelorette Zaklina.

Nein, all das meine ich nicht. Die Frage ist, was er als Familienvater denn besser kann als Mama. Warum ist unsere kleine Charlotte so verrückt nach ihm?

Eine interessante Entwicklung

Wenn ich und mein Mann abends nach Hause kommen wird neuerdings Papa bevorzugt. Plötzlich bieten Papas Arme den besten Trost wenn der Kopf angeschlagen wird, der Mund geht beim Abendbrei einmal mehr auf wenn Papa den Löffel hält und die Akrobatikübungen beim Windelwechseln nehmen ab, wenn Papa die Windel wechselt. Woran liegt das? Was würde unsere 10 Monate alte Tochter antworten?

Warum Papa der Beste ist

«Papa ist immer gut drauf!»

Ja, das ist er. Sogar auf dem Monte Baldo am Gardasee auf 2'218 Metern, leicht gekleidet im Fahrrad Tenue, überrascht von einem Temperatursturz, starkem Regen, Blitz und Donner, also in einer Situation, in der aufgrund der Aussichtslosigkeit blanker Pessimismus angebracht wäre, sieht er immer noch das Positive.

«Papa ist eben lustig!»

Ja was, und Mama etwa nicht?

«Papa ist stark!»

Papa ist tatsächlich stark. Papas "Flugzeug" vor dem Schlafengehen fliegt jeweils länger, macht lustige Loopings, fliegt hoch oben an der Decke und dann im Sturzflug wieder tief am Boden. Mama kann da mit ihren Rückenschmerzen nicht mithalten!

«Papa nimmt mich immer auf den Arm!»

Eben, Rückenschmerzen.

«Bei Papa muss ich nicht essen, wenn ich nicht will!»

Das ist mir auch schon aufgefallen. Und Mama muss sich dann um Alternativen und Snacks kümmern...

Den neuen Alltag annehmen und die Zeit sinnvoll nutzen

Ist das eine Phase? Wer weiss. Man sagt ja, dass Mädchen eher Papa-Kinder seien (siehe Ute Karen Seggelke: «Vatertöchter – Muttertöchter», vorgestellt in «Wir Eltern»). Ich nutze die gewonnene Zeit jedenfalls um die Post durchzusehen, die aufgerissenen Couverts sofort zum Altpapier zu legen, das nächste Wochenende zu planen oder mir das Outfit für den nächsten Tag zusammenzustellen. Und natürlich schaue ich immer wieder im Kinderzimmer vorbei, wo das "Mäuschen" gerade auf allen vieren kreischend vor der "Katze" wegrennt und dabei Windeln und sorgfältig zusammengelegte und nach Farben und Grösse sortierte Nuschis durch die Luft wirbelt.

Da spielen sie, meine zwei grössten Schätze der Welt. Das Schöne ist, dass unser Mäuschen bei diesem Spiel dann doch hin und wieder mal mit einem lieben Lächeln Unterschlupf auf Mamas Arm findet.

Am Schluss brauchts die Mama doch

Ganz ohne Mama geht es nicht. Man denke an den warmen Tee, der jederzeit für den Durst Zwischendurch vorbereitet ist, die feuchten Taschentücher, die auf jedem Spaziergang klebrige Fingerchen wieder saubermachen, der Ersatzbody und die Ersatzhosen, die auf jedem Ausflug in der prall gefüllten Wickeltasche sind, die Sonnencreme, die von Mama liebevoll und genau aufgetragen wird, der Sonnenhut, der niemals vergessen wird und das Stück Brot oder das Baby-Guetzli, welches Mama immer wieder genau im richtigen Augenblick zum knabbern auspackt. Ja ja, auch die Mama brauchts!

Herzlichst,

YoungMum (zsz.ch)

Erstellt: 30.08.2016, 10:01 Uhr

Über YoungMum

Silvia Makowski ist Mutter einer kleinen Tochter, Bankangestellte und nebenbei freischaffende Texterin. Sie ist Verfasserin des Blogs «YoungMum.ch», in dem sie regelmässig über das Muttersein und den Familienalltag berichtet. Sie hat eine grosse Leidenschaft für Wörter, Sätze und Geschichten und lebt mit ihrer Familie im Raum Zürich.

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