St. Gallen

Polizei verbietet geplantes Rechtsrock-Konzert

Am Samstag soll ein Unterstützungskonzert für die Pnos stattfinden. Wann und wo genau ist unklar. Die Kantonspolizei St. Gallen spricht ein Verbot aus.

Wegen ihres Einsatzes Ende Oktober bei einer Pnos-Feier in Kaltbrunn wurde die St. Galler Kantonspolizei kritisiert. Nun geht man kein Risiko mehr ein.

Wegen ihres Einsatzes Ende Oktober bei einer Pnos-Feier in Kaltbrunn wurde die St. Galler Kantonspolizei kritisiert. Nun geht man kein Risiko mehr ein. Bild: Manuela Matt

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Die Kantonspolizei St.Gallen hat nach eigenen Angaben Kenntnis davon erhalten, dass die Pnos (Partei national orientierter Schweizer) am kommenden Samstag (14. Januar) ein Rechtsrockkonzert in der Schweiz plant. Gemäss den vorliegenden Informationen soll der Veranstaltungsort erst kurzfristig bekannt gegeben werden.

Wie Blick-Online meldet, soll der deutsche Neonazi-Rapper Julian «MaKss Damage» Fritsch zu dem Konzert eingeladen worden sein. Er stand bereits bei einem Rechtsradikalen-Konzert in Unterwasser Mitte Oktober 2016 auf der Bühne. Ein entsprechender Flyer kursiere derzeit.

Klar ist aber: Im Kanton St. Gallen darf das Konzert nicht stattfinden. Um die «Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten», verbietet die Kantonspolizei St.Gallen die Durchführung. Dem Parteipräsidenten der Pnos sei eine entsprechende Verfügung zugestellt worden.

Reaktion auf Vorfälle in Kaltbrunn

Damit reagiert die St. Galler Kantonspolizei indirekt auf die Vorfälle vom vergangenen Oktober in Kaltbrunn. Damals hatte die Pnos im Partyraum des Restaurants Löwen eine Versammlung durchgeführt. Dabei war auch der Sänger der Rechtsrock-Band Flak aufgetreten. Die Pnos-Feier hatte eine Gegendemonstration der Antifa-Bewegung zur Folge. Die Kantonspolizei St. Gallen war mit einem Grossaufgebot zur Stelle, musste sich im Nachgang aber teils heftige Kritik gefallen lassen. So wurde unter anderem moniert, dass nichts unternommen worden sei, den Sänger der Band Flak am Auftritt zu hindern.

Nun will die Kantonspolizei St. Gallen offenbar kein Risiko mehr eingehen. So heisst es in der Mitteilung: «Erfahrungsgemäss werden bei Anlässen rechts- oder linksextremer Kreise Demonstranten der jeweiligen Gegenseite mobilisiert, weshalb mit folgenreichen Auseinandersetzungen gerechnet werden muss».

Gleichzeitig bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Personen, die Informationen über einen allfälligen Veranstaltungsort haben, sollen sich unter Telefon 058 229 49 49 melden. (zsz.ch)

Erstellt: 10.01.2017, 16:10 Uhr

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