Milder Winter lässt Allergiker vorzeitig leiden

Früher als üblich blühen dieses Jahr die Haselsträucher. Grund ist der warme Winter. Für manche Menschen bringt der vorzeitige Frühling vorgezogene Beschwerden mit sich.

Wegen des milden Winters haben Allergiker bereits jetzt zu leiden

Wegen des milden Winters haben Allergiker bereits jetzt zu leiden Bild: Symbolbild/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Während viele Familien sich derzeit in den Winterferien befinden, kämpfen die Daheimgebliebenen mit den frühlingshaften Temperaturen und ihren Folgen. Bei den momentan relativ hohen Tagestemperaturen fliegen nämlich bereits die Haselpollen. Für die meisten Leute sind die goldgelben Haselkätzchen ein netter Frühlingsgruss der Natur – Allergiker dagegen nehmen Reissaus.

Rund 1,2 Millionen Menschen der Schweizer Bevölkerung sind Pollenallergiker. Zu den typischen Symptomen des Heuschnupfens zählen Fliessschnupfen, Niesattacken und tränende Augen. Je nach Ausprägung der Allergie sind auch Bronchien und Lunge betroffen. Oft hat das Asthma zur Folge, bei Kindern häufiger als bei Erwachsenen.

Bereits anfangs Januar hätten sich die ersten Kunden mit entsprechenden Beschwerden an ihn gewendet, erzählt Philippe Stoffel von der Bahnhof-Apotheke Dr.Stoffel in Rapperswil. «Die warmen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr haben den Blühbeginn des Hasels stark beschleunigt.» Der Regen und Schnee der letzten Tage habe die Situation nun aber etwas entschärft. Von Entwarnung kann gemäss Meteo Schweiz aber nicht die Rede sein. Bereits am Wochenende sollen in der Deutschweiz wieder Tagestemperaturen im zweistelligen Bereich erreicht werden. Zudem sind neben Hasel- bereits auch Erlenpollen in der Luft.

Milder November begünstigte Blühbeginn

Die Blüte von Pflanzen hänge aber nicht nur vom aktuellen Wetter ab, sondern auch von den Tagesmitteltemperaturen der Vormonate, erklärt Biometerologin Regula Gehrig von Meteo Schweiz. Für den frühen Blühbeginn des Hasels in diesem Jahr habe vor allem der milde November gesorgt. Ein Ausblick auf die gesamte Pollensaison könne aber noch nicht gemacht werden.

Für Allergiker publiziert Meteo Schweiz täglich eine detaillierte Prognose der Pollenbelastung in der Schweiz. Damit können Betroffene rechtzeitig ihre Medikamente einnehmen, damit diese beim Auftreten der ersten Pollen bereits wirken. Zu den immunisierenden Medikamenten empfielt Philippe Stoffel ergänzend: «Vor dem Schlafengehen sollte man immer die Haare waschen und eine Nasenspülung verwenden.» Zudem sei bei windigem Wetter nur ein kurzer Aufenthalt an der frischen Luft ratsam. (Zürichsee-Zeitung)

(Erstellt: 05.02.2016, 17:28 Uhr)

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Leserreise

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.