Rapperswil-Jona

Bürger bewilligen Kredit für Umbau des Schlosses

Die Bürgerschaft gab grünes Licht für einen Wettbewerbskredit von 200000 Franken. Dank diesem soll ein Scharnierbau im Schloss Rapperswil erstellt werden.

Im Zentrum der Bürgerversammlung stand ein Wettbewerbskredit für bauliche Anpassungen im Schloss Rapperswil.

Im Zentrum der Bürgerversammlung stand ein Wettbewerbskredit für bauliche Anpassungen im Schloss Rapperswil. Bild: Manuela Matt

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Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung vom Donnerstagabend stand das Schloss Rapperswil: Ortsgemeinde und Stadtrat möchten das historische Monument der lokalen Bevölkerung zur Verfügung stellen und es gleichzeitig zum touristischen Magnet ausbauen. Zu diesem Zweck haben sie der Bürgerschaft einen Kredit von insgesamt 400 000 Franken unterbreitet für die Erstellung eines Scharnierbaus zwischen Pallas und ­Gügelerturm sowie für weitere bauliche Anpassungen im Schloss. Nachdem die Ortsbürger ihrem Anteil von 200 000 Franken bereits Ende Mai zugestimmt hatten, folgten die Bürger der Stadt Rapperswil-Jona. Diskussionslos, mit vereinzelten Gegenstimmen und einigen Enthaltungen, bewilligten sie den Kredit.

Kein Gesamtkredit im Fokus

Für das Projekt soll in einem aufwendigen Verfahren ein geeigneter Planer mittels Wettbewerb gefunden werden. Im Herbst kann der Projektwettbewerb gestartet werden. Nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens soll der spätere Ausführungskredit für das Projekt Schloss nicht als Gesamtkredit, sondern als paketweise Vorlage den Bürgern vorgelegt werden. Insbesondere über die baulichen Veränderungen mit einem Scharnierbau, den unterirdischen Zugang mittels Lift und die Ausstellung im Schloss soll einzeln ­abgestimmt werden können.

Stadtpräsident Erich Zoller (CVP) betonte, dass ein Ausstellungskonzept nicht Bestandteil des vorliegenden Wettbewerbsverfahrens sei: Dieses Verfahren werde im Anschluss aufgenommen.

In der allgemeinen Umfrage sprach Zoller zuerst in eigener Sache und thematisierte seine Rolle in der von der Gratiszeitung «Obersee-Nachrichten» (ON) inszenierten Kampagne gegen die Kesb Linth und seine eigene Person: Die Kesb werde tätig, wenn es einen Hinweis auf eine akute Kindsgefährdung gebe. Dies sei bei den Kindern seiner Tochter, die Hilfe beim Beratungszentrum Rapperswil-Jona in Anspruch genommen habe, nicht der Fall gewesen. Aus diesen Gründen habe es auch keine Meldung bei der Kesb Linth gegeben. «Die ON hat meine Tochter und mich zum Freiwild gemacht: Das ist respektlos und menschenverachtend», sagte Zoller.

Container und Poller gefordert

Zoller kam in der Umfrage auf das Anliegen zu sprechen, zukünftig ein elektronisches Abstimmungsverfahren in der Bürgerversammlung einzuführen: Aufgrund des Gemeindegesetzes sei dies nicht möglich, antwortete Zoller: Das Gesetz schreibe Aufstehen oder Handaufstrecken vor, um damit Transparenz und Offenheit zu garantieren.

Bauchef Thomas Furrer sprach die Kritik an, das neue Parkhaus beim Bahnhof Jona sei schlecht signalisiert: Unterdessen gebe es Tafeln, und die Zahlen der Belegung würden steigen, sagte Furrer. Er stellte zudem eine Parkierungs-App in Aussicht.

Kapuzinerbruder Josef Hangartner monierte, im Bürgerspital fehle es an einem Lift. Furrer befand, im neuen Pflegezentrum werde es vier Lifte geben.

Martin Bächli forderte die Stadt auf, bei der Tüchiwiese einen versenkbaren Container für den Abfall anzuschaffen und auf der Schulstrasse einen Poller einzubauen. Überdies schlug Bächli vor, die Hanfibus-Linie bzw. -Haltestelle bei der Schulstrasse zu verschieben. Furrer versprach, die Anliegen zu prüfen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.06.2016, 08:33 Uhr

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