Einwohnerzahlen

Bevölkerung im Linthgebiet wächst langsamer

Der Raum am Obersee bleibt eine beliebte Wohnregion: In den meisten Gemeinden im Linthgebiet hält der Bauboom an, obwohl sich das Wachstum der Bevölkerung abschwächt. Gommiswald durchbricht die 5000er-Schwelle.

Weesen ist Spitzenreiter im Linthgebiet: Das Städtchen am Walensee verzeichnet aufgrund einer regen Bautätigkeit einen Zuwachs der Bevölkerung um über zwei Prozent.

Weesen ist Spitzenreiter im Linthgebiet: Das Städtchen am Walensee verzeichnet aufgrund einer regen Bautätigkeit einen Zuwachs der Bevölkerung um über zwei Prozent. Bild: Manuela Matt

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65 638 Menschen lebten Ende 2016 in den zehn Gemeinden zwischen Rapperswil-Jona und Amden. Das sind rund 400 mehr als im Jahr zuvor und bedeutet eine Zunahme von 0,6 Prozent. Damit setzt sich das seit Jahren andauernde Wachstum am Obersee weiter fort. Peter Göldi, Geschäftsführer des Zentrums für Regionalmanagement, macht hierfür zwei Gründe geltend: Zum einen profitiere das Linthgebiet von der Nähe zum starken Wirtschaftsraum Zürich, zum anderen sorge die schöne Lage der Region für eine hohe Lebensqualität. «Allerdings ist Vorsicht angesagt, dass dieser Vorteil durch eine Zubetonierung der Region nicht wieder verloren geht», konstatiert Göldi.

Tiefe Bodenpreise als Vorteil

Das Potenzial für ein weiteres Wachstum sei da, müsse aber mit einer nachhaltigen, klugen Planung gesteuert werden. «Ein ungebremstes Wachstum, ein Bauen auf der grünen Wiese, ist nicht mehr gefragt.» Göldi interpretiert die Abschwächung des Wachstums als eine Sättigung in der Bevölkerungsentwicklung, die unterdessen zu beobachten sei.

Aus Sicht von Markus Schwizer, Präsident der Region Zürichsee-Linth, ist der Verkehr ein zentraler Pluspunkt, wieso am Obersee die Einwohnerzahlen steigen: «Das Linthgebiet ist verkehrsmässig bestens erschlossen. Zu erwarten ist, dass die Region nach dem Bau der Oberlandautobahn dereinst einen zusätzlichen Schub erhält.» Die zu beobachtende Binnenwanderung aus anderen Regionen und Kantonen an den Obersee sei unter anderem auf die tiefen Bodenpreise zurückzuführen: «Diese fallen vor allem in den oberen Gemeinden des Linthgebiets ab Schmerikon ins Gewicht», führt Schwizer aus.

Wesen top, Schänis flop

Spitzenreiter am Obersee ist Weesen: Im Städtchen beträgt die Wachstumsquote der Bevölkerung über zwei Prozent. Schänis ist Schlusslicht im Linthgebiet: Gegen den Trend verzeichnet diese Gemeinde neben Benken einen Rückgang der Einwohnerzahlen. Schänis befinde sich in einer Umbruchphase, erklärt Gemeindepräsident Herbert Küng, weil derzeit zahlreiche Häuser geräumt und saniert werden. Aufgrund von Bauprojekten, die in der Pipeline stehen, rechnet Küng wieder mit einem Zuwachs der Schänner Bevölkerung in den kommenden Jahren. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.01.2017, 17:34 Uhr

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Bevölkerungsentwicklung im Linthgebiet 2012 bis 2016 (Bild: Grafik md)

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