Rapperswil-Jona

Reitplatz soll neuer Unihockey-Halle weichen

Während Stadt und Unihockey-Club nicht über ihr geplantes Hallenprojekt sprechen, machen Gerüchte über den möglichen Standort die Runde. Klar ist jetzt: Es soll direkt neben der bestehenden Grünfeld-Halle gebaut werden.

Auf dem Reitplatz im Joner Grünfeld haben Pferdefreunde bald nichts mehr verloren: Auf dem Areal soll stattdessen eine Unihockey-Halle entstehen.

Auf dem Reitplatz im Joner Grünfeld haben Pferdefreunde bald nichts mehr verloren: Auf dem Areal soll stattdessen eine Unihockey-Halle entstehen. Bild: Manuela Matt

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Im Joner Grünfeld sollen Pferd und Sattel bald gegen Schläger und Ball getauscht werden. Die geplante Unihockey-Halle der Jona-Uznach Flames soll auf dem heutigen Reitplatz in direkter Nachbarschaft zur Sporthalle Grünfeld entstehen. In den sozialen Netzwerken hatten Gerüchte über weitere Sportplätze auf der Reitanlage schon länger die Runde gemacht. Stadt und Unihockeyclub halten sich aber bedeckt und wollen sich erst am kommenden Donnerstag an einer Präsentation zum geplanten Projekt öffentlich äussern. Club-Präsident Mike Zimmermann sagte am Mittwoch einzig, das Vorprojekt stehe und die Pläne seien konkret.

Stall und Halle bleiben

Eine die vom Hallenprojekt direkt betroffen wäre, ist Manuela Slagmolen Thommen. Sie ist Betriebsleiterin des Reitstalls Grünfeld. Auf Anfrage der ZSZ bestätigt sie, dass die Unihockey-Arena ihren Betrieb tangieren wird. «Wir müssen nicht weg, aber wir haben ein Stück Land weniger.» Während Stall und Reithalle bestehen bleiben, muss der Dressurplatz weichen. Wie lange sie und die Pferdebesitzer den Platz noch nutzen können, weiss Slagmolen Thommen noch nicht.

Ursprünglich habe es geheissen, die Halle werde im März 2018 realisiert, nun sei die Rede dass es noch zwei Jahre dauern werde. «Solange das Projekt nicht definitiv ist, machen ich mir keine grosse Sorgen», sagt die Betriebsleiterin. Ihre Kunden habe sie immer über die nächsten Schritte informiert. Zentral wichtig sei für sie, auch nach dem allfälligen Bau der Unihockey-Halle, dass der eigentliche Stall und die Reithalle bestehen bleiben. Das sei derzeit auch so geplant.

Land 2012 gekauft

Warum aber kann die Stadt Rapperswil-Jona ein Bauvorhaben für die Unihockey-Halle auf einem Reitplatz überhaupt so schnell vorantreiben? Der Grund ist ganz einfach: Das Land gehört bereits der Stadt. Im Juli 2012 hat Rapperswil-Jona das rund 7400 Quadratmeter grosse Grundstück als strategische Landanlage gekauft. Schon Jahre zuvor hätte die Stadt Versuche unternommen, das Land zu kaufen, erzählt Slaglomen rückblickend. Eingelenkt hat die Stallbesitzerin, welche seit rund 20 Jahren im Grünfeld stationiert ist, aber erst 2012 und ist seit diesem Zeitpunkt nur noch als Pächterin tätig. Weil der Kauf des Grundstücks weniger als drei Millionen Franken kostete, konnte der Stadtrat das Land in eigener Kompetenz - sprich ohne Entscheid der Bürgerschaft - kaufen.

Der zweite Vorteil für die Stadt. Der Reitstall liegt in der sogenannten Intensiverholungszone und kann ohne Umzonung direkt für eine Sporthalle genutzt werden. Damit stehen dem Projekt auch ortsplanerisch keine Hürden im Weg. Wer die Unihockey-Halle jedoch finanzieren wird, das ist heute noch offen. Antworten dürften am kommenden Donnerstag zu erwarten sein. ()

Erstellt: 15.06.2017, 16:56 Uhr

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