Rapperswil-Jona

Die «After-Work-Oase» bleibt ein Jahr länger

Sie waren beliebt, die Liegestühle an der Rapperswiler Seepromenade. Nun wird das Projekt zweier HSR-Studenten, das im Gartenjahr 2016 entstanden war, verlängert. Neu lädt eine Holzbank ein zum Entspannen.

Die Wohlfühloase bleibt: Das studentische Projekt an der Rapperswiler Seepromenade, das im Gartenjahr errichtet wurde, bleibt nun bis im Oktober bestehen. Für die Studenten ist es eine schöne Anerkennung.

Die Wohlfühloase bleibt: Das studentische Projekt an der Rapperswiler Seepromenade, das im Gartenjahr errichtet wurde, bleibt nun bis im Oktober bestehen. Für die Studenten ist es eine schöne Anerkennung. Bild: zvg

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Die Füsse hochlagern, einen Drink geniessen, den Feierabend mit Blick auf den See ausklingen lassen. Die Idee der beiden HSR-Studenten war simpel – und kam vielleicht gerade deshalb so gut an. Im Rahmen des Projekts «Temporäre Gärten» erstellten Janina Studer und Nico Blaser im letzten Herbst eine Wohlfühloase namens «After Work». Mit Liegestühlen, Bambusstäben und Lampionen schufen sie eine Art Lounge für die Bevölkerung. Weil das Ganze grossen Anklang fand, wird das Projekt nun um ein Jahr verlängert. Alle anderen sechs «temporären Gärten» der HSR-Studenten waren letzten Oktober wieder entfernt worden.

Stühle wurden geklaut

Die «After-Work»-Oase kommt nun allerdings in aufgefrischter Version daher: Die Liegestühle haben die Studenten durch ein selbst gezimmertes Sitzmöbel aus Holzpaletten ersetzt. Die Stühle hatten sich aus verschiedenen Gründen als unpraktisch erwiesen, erklärt Janina Studer: Zum einen mussten sie mehrmals ersetzt werden, weil die Witterung ihre Spuren hinterlassen hatte. Hinzu kam, dass hin und wieder einzelne Stühle abhanden kamen. «Irgendwann haben wir sie angekettet», schildert Studer. Mit einer etwas massiveren Holz-Installation, so hofft sie, soll das Projekt nun langlebiger sein. Sie hätten bewusst darauf verzichtet, das Ganze allzusehr im Privatgarten-Stil auszugestalten. Sitzpolster kamen etwa nicht in Frage, um möglichen Vandalen-Akten vorzubeugen.

«Wir haben die Oase bewusst nicht zu sehr im Privatgarten-Stil gestaltet.»Janina Studer,  HSR-Studentin

Als Unterlage des hölzernen Sitzmöbels dienen nach wie vor die Holzroste der ursprünglichen Installation. Ebenfalls geblieben sind die Bambusstangen rund um die Oase. Die damaligen Topfpflanzen sind inzwischen rund um die Unterlage eingepflanzt worden. Zudem haben die Studenten zusammen mit der Stadtgärtnerin Tulpen gesetzt, die bis vor kurzem im «After work» blühten.

Lichter statt Lampions

Die Studenten überlegen sich darüber hinaus, anstelle der ursprünglichen Lampions dauerhaftere Lichter anzubringen. Das seien aber alles erst Ideen, sagt Janina Studer. Zwischen Studium und Nebenjob fänden sie und ihr Teamkollege Nico Blaser nicht immer gleich viel Zeit, um an Ideen für ihr Projekt zu tüfteln.

Fürs erste ist geplant, das «Afterwork Rappi» bis im Oktober an der Rapperswiler Seepromenade zu belassen, sagt Stadtbaumeister Marcel Gämperli. Er freut sich, dass das studentische Projekt bei der Bevölkerung ein positives Echo ausgelöst hat. Der Vorschlag, die «Wohlfühloase» noch ein Weilchen am See zu belassen, kam von den Studenten selber, schildert Gämperli. Die Stadt sei gerne darauf eingegangen.

Ein kleines Trostpflaster

Die beiden Studenten sprechen von einer schönen Anerkennung für ihr Projekt. Dies nicht zuletzt, weil sie mit ihrem zweiten Gartenprojekt, der Idee für eine Freiluftdisco in der Molkereistrasse in Jona, gescheitert waren.

Das Projekt «Temporäre Gärten» hatten Stadt und HSR im letzten Sommer gestartet, um verschiedene Orte aufzuwerten. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.05.2017, 16:49 Uhr

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