Meilen

Erstes Sommerfest in der Stöckenweid mit Wetterglück

Die Stiftung Stöckenweid in Meilen hat innert kurzer Zeit ein Sommerfest auf die Beine gestellt. Damit ist die Behinderteninstitution einer Anregung des Gemeindepräsidenten nachgekommen.

Das erste Sommerfest der Stiftung Stöckenweid war gut besucht. Die Mischung aus Gartenwirtschaft, Konzerten – im Bild der Küsnachter Carlo Brunner und seine Mitmusiker – und Markttreiben kam an.

Das erste Sommerfest der Stiftung Stöckenweid war gut besucht. Die Mischung aus Gartenwirtschaft, Konzerten – im Bild der Küsnachter Carlo Brunner und seine Mitmusiker – und Markttreiben kam an. Bild: Sabine Rock

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Der Impuls kam vom Meilemer Gemeindepräsidenten Christoph Hiller. Er würdigte die ­Bedeutung der Stiftung Stöckenweid, die seit 1993 oberhalb von Feldmeilen Wohngruppen und Arbeitsplätze für behinderte Jugendliche und Erwachsene anbietet, im letzten Jahresbericht. Auch lobte er unter anderem das Weihnachtszelt mit seiner einmaligen Ausstrahlung, weil es «Kundschaft von weit her» anzieht. Und liess diesen Satz folgen: «Schön wäre es, wenn auch in der wärmeren Jahreszeit ein ähnlicher Anlass zur Tradition werden könnte.»

Mit «Schnellschuss» rasch reagiert

Mit einem «Schnellschuss», wie Geschäftsleiter Gregor Stöckli erzählt, habe man darauf reagiert und innert kurzer Zeit ein Sommerfest auf die Beine gestellt. Mit Marktständen und einem Angebot, das an diesem sonnigen Samstag Freude macht: Da gibt es knackig frische Salate, Kräuter und buntes Sommergemüse aus eigenem Bioanbau zu kaufen. Da locken Blumenarrangements sowie Mango- und Avocadopflänzchen aus der Hausgärtnerei.

Aber auch Arbeiten aus der Schreinerei, etwa holzgerahmte Spiegel oder die einladende Gartenbank, und Handgewobenes für Küche, Tisch und Haushalt aus den Tagesstättenateliers können erworben werden. Die farbig angemalten Besenstiele sind ein Hingucker und stellen denjenigen, der einen solchen Besen ergattert, bestimmt beim Wischen auf. Bedient werden die Besucher von den aufgestellten Betreuten sowie den Stöckenweid-Mitarbeitenden. Derzeit werden gemäss Gregor Stöckli 80 Menschen in der Stöckenweid betreut.

Ungezwungen singen und tanzen

An Unterhaltung fehlt es ebenfalls nicht an dem gut besuchten Markttreiben. Drei Musiker aus dem Fricktal, die Herren in Hosenträger und die Sängerin in Grosis Kluft, singen barfuss unter dem Sonnenschirm Schweizer Volkslieder aus allen Landesteilen und begleiten sich mit Akkordeon, einer russischen Kontrabass-Balalaika, Mandoline und Banjo. Dabei würzen sie ihren Auftritt mit komischen Einlagen und animieren das Publikum mit ihrem erfrischenden Humor. Massimo, der eine Ausbildungin der Küche absolviert und für den heutigen Festtag die weisse Schürze abgelegt hat, steigt aus den Schuhen und fängt ungezwungen zu tanzen an. Auf die Frage, was das denn für Schritte seien, meint der junge Mann, das sei ein irischer Tanz, und schon eilt er davon.

Am Nachmittag steht das Konzert der Ländlerkapelle des Küsnachters Carlo Brunner auf dem Programm. Zur Mittagszeit wird grilliert und am Nachmittag gönnt man sich ein Glace aus dem Bio­laden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.07.2016, 19:37 Uhr

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