Meilen

Meilemer Geigerin erhält Kleinen Prix Walo

Die 17-jährige Geigenvirtuosin Elea Nick aus Meilen ist mit dem Kleinen Prix Walo ausgezeichnet worden. Die Jury hat ihr den Preis im Fach Klassik verliehen.

Die Meilemerin Elea Nick hatte trotz ihres jungen Alters schon viele Auftritte vor grossem Publikum.

Die Meilemerin Elea Nick hatte trotz ihres jungen Alters schon viele Auftritte vor grossem Publikum. Bild: Manuela Matt

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Elea Nick ist hoch begabt. Mit ihren 17 Jahren hat die Meilemerin schon in vielen Konzertsälen dieser Welt das Publikum mitgerissen. Erst Anfang November folgte mit ihrem Tonhalle-Debüt mit Tschaikowskys Violinkonzert ein weiterer Meilenstein in ihrer jungen Karriere. Ein Sprungbrett hätte sie also eigentlich gar nicht mehr nötig – doch mit dem Kleinen Prix Walo erhält sie nun doch eines: Der Preis, den die Organisatoren seit 1974 jährlich vergeben, ist nämlich als ein solches Sprungbrett gedacht: Mit dem Kleinen Prix Walo erhalten Jungtalente die Gelegenheit, unter professionellen Bedingungen vor einem grossen Publikum aufzutreten.

Für Elea Nick sind solche Auftritte nichts Neues. Dennoch sagt sie: «Der Preis ist eine grosse ­Ehre für mich, und ich freue mich riesig darüber.» Obwohl sie bereits im Business tätig seie, biete ihr diese Anerkennung weitere Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen.» Ihre Mutter, Cornelia Nick, bestätigt: «Heutzutage muss man als Musiker breit gefächert sein.»

Übertragung im Fernsehen

Ganz toll findet die Tochter, dass sie mit den weiteren Siegern des diesjährigen Kleinen Prix Walo am 14. Mai im Zürcher Kongresshaus an der Preisverleihung des 43. Prix Walo auftreten kann. «Der Anlass wird sogar vom Schweizer Fernsehen übertragen», sagt sie. Immerhin gilt der Preis als höchste Auszeichnung im Schweizer Showbusiness, und nur der «Oscar» ist älter.

Am Sonntag hatte im aargauischen Birr die Finalausscheidung in fünf Sparten stattgefunden. In der erst dieses Jahr eingeführten Rubrik Populäre Klassik, die künftig fester Bestandteil des Nachwuchswettbewerbs sein wird, war die Geigerin mit drei weiteren Solisten sowie zwei Duos angetreten. Mit einem Zürcher Saxofon-Duo hatte sie den Sieg geholt.

Die überzeugten die Jury mit Astor Piazzollas «Liber Tango», bei dem sie vom Pianisten André Desponds begleitet wurde, und einer temperamentvollen Interpretation des 3. Satzes von Tschaikowskys Violinkonzert. «Mit dem Argentinier Piazzolla wollte ich auch Nicht-Klassikfans ansprechen», begründet Elea Nick die Wahl des Komponisten, der auch Jazzelemente in seinem Stücken vereint. Wird Elea Nick etwa in dieses Genre abdriften? «Auf keinen Fall», sagt sie, «ich bleibe der Klassik treu.» (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 05.12.2016, 15:09 Uhr

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