Hütten

Ungewissheit bei einem Scheitern der Fusion

Auch Hütten erwartet, dass eine Fusion für Wädenswil ohne finanzielle Nachteile möglich ist. Was der Kanton bei einem Scheitern der Fusion und nach dem Wegfall des Übergangsausgleichs für Hütten vorsähe, blieb unklar.

Die Gemeinde Hütten führt mit Schönenberg und Wädenswil Fusionsverhandlungen.

Die Gemeinde Hütten führt mit Schönenberg und Wädenswil Fusionsverhandlungen. Bild: Archiv

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Als das Wädenswiler Stadtparlament am 28. September grünes Licht für Fusionsverhandlungen mit Hütten und Schönenberg gab, war die Begleitbotschaft der Wädenswiler Gemeinderäte unmissverständlich: Wädenswil dürfen bei einem Zusammenschluss mit den beiden finanzschwachen Kleingemeinden keinerlei finanzielle Nachteile erwachsen. Dass dies realistisch erscheint, legte Hüttens Gemeindepräsidentin Verena Dressler am Dienstagabend im Gemeindesaal an einem Informationsanlass zum Stand des Fusionsprojekts dar. Die Orientierung fand im Anschluss an die Gemeindeversammlung statt.

Dressler berief sich bei ihrer Aussage zu den finanziellen Folgen einer Fusion auf Modellrechnungen, welche eine von Behörden der drei Gemeinden gebildete Steuerungsgruppe erstellt hatte. Diese basieren auf einem Zusammenzug der Jahresrechnungen 2014 der drei Gemeinden. Diese Modellrechnungen hätten gezeigt, dass dank Einsparungen und Synergien ein Zusammengehen ohne Mehrkosten für Wädenswil möglich sei, hielt Dressler fest. In ganz ähnlichem Sinne hatte sich unlängst auch der Wädenswiler Stadtrat verlauten lassen. Hütten bräuchte beispielsweise keine eigene Verwaltung und keine eigenen Behörden mehr, meinte die Hüttner Gemeindepräsidentin. Am 15. Januar sollen nun die aus Exekutivmitgliedern der drei Gemeinden gebildeten Arbeitsgruppen die Detailberatung aufnehmen, gab Verena Dressler weiter bekannt. Am Tag davor findet in der Glärnischhalle Wädenswil ein Orientierungsabend für die Bevölkerung aller drei Gemeinden statt.

Kritik am Kanton

Zum Thema wurde die Fusionsfrage in Hütten am Dienstag indes nicht erst am Informationsanlass, sondern schon unmittelbar davor an der Budget-Gemeindeversammlung im gleichen Saal. Kritiker warfen dabei dem Kanton Widersprüchlichkeit vor. Der Kanton habe einerseits angekündigt, die Fusion finanziell zu unterstützen. Andererseits verweigere er aber der fusionswilligen Gemeinde Hütten den individuellen Sonderlastenausgleich (Isola). Mit der Konsequenz, dass Hütten dadurch gezwungen werde, den Steuerfuss um 10 Prozent auf den Maximalansatz von 134 Prozent (inklusive Oberstufenschule) zu erhöhen. Womit aber nun unweigerlich ein «negatives Signal» an den möglichen Fusionspartner Wädenswil ausgesandt werde.

Keine schlüssigen Antworten wussten Finanzvorstand Hans Hauser und Verena Dressler auf die Frage, was geschehen würde, wenn Hütten nach einem Scheitern der Fusion und dem Wegfall des Übergangsausgleichs insolvent würde. Was der Kanton dann für ein Szenario vorhabe, wisse man schlicht nicht, zumal der Kanton dies bislang auch nicht habe beantworten können, meinten die beiden Exekutivmitglieder übereinstimmend. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 16.12.2015, 16:15 Uhr

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