Schönenberg

Schönenberg bezahlt nun doch

Ein Knoten bei den Fusionsverhandlungen ist gelöst: Der Gemeinderat Schönenberg hat doch noch eingewilligt, die Rechnungen für die Projektbegleitung zu bezahlen. Dazu hat ihn Hütten auch deutlich aufgefordert.

Schönenberg beteiligt sich nun doch an der Bezahlung der für den geplanten Fusionsprozess mit Wädenswil und Hütten herbeigezogenen Berater.

Schönenberg beteiligt sich nun doch an der Bezahlung der für den geplanten Fusionsprozess mit Wädenswil und Hütten herbeigezogenen Berater. Bild: Archiv ZSZ

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Die Situation schien vertrackt: Die Berggemeinden Schönenberg und Hütten haben die Beratungsfirma Inoversum sowie den Berater Alfred Gerber beigezogen, um sie bei den Verhandlungen im Fusionsprozess mit Wädenswil zu unterstützen. Die Nachbargemeinden haben vereinbart, die Kosten zu teilen. Der Gemeinderat Schönenberg verweigerte aber im Frühjahr, bereits erbrachte Leistungen zu bezahlen sowie einen Kredit für die zweite, jetzt laufende Phase zu genehmigen. Es ging um insgesamt 94000 Franken. Im zweiten Anlauf hat der Gemeinderat Schönenberg nun in die Begleichung doch eingewilligt, wie Gemeindepräsident Lukas Matt (FDP) auf Anfrage sagt. Er habe dem Gemeinderat die Kreditanträge nochmals vorgelegt und dieser habe sie Ende Juni genehmigt.

Hütten hätte gemahnt

«Wir haben Leistungen bereits bezogen oder werden sie noch erhalten», sagt der Gemeindepräsident. Es sei deshalb klar, dass Schönenberg diese bezahlen müsse. Matt verschweigt auch nicht, dass Hütten Druck ausgeübt und ihn an die Vereinbarung erinnert habe, die Hälfte der Kosten zu übernehmen.

Gemäss Abmachung bezahlt Hütten jeweils die Rechnungen und fordert die Hälfte davon von Schönenberg zurück. Die Hüttner Gemeindepräsidentin Verena Dressler (parteilos) bestätigt, dass Hütten auf der Vereinbarung bestanden habe. Hütten wäre auch nicht davor zurückgeschreckt, Schönenberg zu mahnen. «Ich freue mich, dass die Rechnungen bezahlt werden», sagt Verena Dressler. Hütten hätte den ganzen Betrag nicht aufbringen können. «Wir haben kein Geld übrig», sagt die Gemeindepräsidentin.

Auch Lukas Matt gibt sich erfreut über die Entwicklung und verweist darauf, dass es teilweise um Leistungen geht, die vorgezogen wurden, weshalb die Rechnungen jetzt höher ausgefallen seien, als ursprünglich offeriert und budgetiert. Das Vorziehen sei nötig gewesen, weil der Zeitpunkt der Abstimmung über die Fusion vorverlegt worden sei. Die Berater hätten jedoch kürzlich versichert, dass die ursprünglich in der Offerte veranschlagten Gesamtkosten für die Projektarbeiten voraussichtlich eingehalten werden können.

Plötzlich waren drei krank

Für Aufsehen gesorgt hatte der erste Entscheid des Gemeinderates Schönenberg nicht zuletzt wegen der Umstände, wie er zustande kam. Der Gemeindepräsident hatte die Kreditanträge auf die reguläre Sitzung vom 8. März traktandiert. Gemeinderätin Renata Götschi-Marty meldet sich einen Tag vor der Sitzung ferienhalber ab. Am Tag der Sitzung entschuldigten sich die drei Mitglieder Felix Meier, Kurt Locher und Georg Müller krankheitshalber. Alle vier gelten als Fusionsgegner, die im Gemeinderat die Mehrheit stellen.

Wegen der Abwesenheiten war der Gemeinderat Schönenberg nicht mehr beschlussfähig. Er tagte eine Woche später und lehnte die Anträge ab. Lukas Matt sagte damals, er hege den Verdacht, dass es sich um eine konzertierte Aktion gehandelt habe. Felix Meier wies den Vorwurf, den Fusionsprozess zu blockieren, in einem Interview mit der ZSZ zurück. Er sagte, jeder könne einmal krank werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 22.07.2016, 15:02 Uhr

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