Zürichsee

Schlechtestes Jahr seit 2005 für Zürichsee-Schifffahrt

2016 war für die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft kein gutes Jahr. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete sie über 150000 Fahrgäste weniger. Verantwortlich für den markanten Rückgang wird der verregnete Frühling gemacht.

2016 wird nicht als gutes Jahr in die Geschichte der ZSG-Flotte eingehen – aus diversen Gründen.

2016 wird nicht als gutes Jahr in die Geschichte der ZSG-Flotte eingehen – aus diversen Gründen. Bild: Keystone

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Es war ein schwarzes Jahr für die weisse Flotte. Das Dampfschiff Stadt Rapperswil fiel wegen eines Schadens am Antriebssystem komplett aus. Am 20. April krachte das Motorschiff Albis gegen die Anlegestelle in Küsnacht, wobei es zehn verletzte Personen, davon zwei Schwerverletzte gab. Auch die Geschäftszahlen versöhnen die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) nicht mit diesem unglücklichen Jahr. 2016 beförderte sie 1 576 876 Passagiere, wie ZSG-Sprecherin Wiebke Sander mitteilt. Das sind über 150 000 Personen weniger als im Vorjahr und entspricht einem Rückgang um 8,7 Prozent. So tief waren die Frequenzen zuletzt 2005. Das war noch bevor das heute stärkste Ross im Stall, das MS Panta Rhei, in Betrieb gesetzt wurde. 2016 legten die 17 Schiffe der weissen Flotte 350 235 Kilometer zurück (minus 15 000 Kilometer).

Limmat gesperrt

«Zurückzuführen ist dieser Rückgang vor allem auf das verregnete Frühjahr», erklärt Sander. So musste die Limmat-Schifffahrt wegen der starken niederschlagsbedingten Strömung an 42 Tagen eingestellt werden. «Das führte zu täglichen Frequenzeinbussen von 1500 bis 2000 Passagieren», sagt die ZSG-Sprecherin. Somit sind die Flussboote für die Hälfte der Verluste verantwortlich. «Das Wetter hat sich konsequenterweise auch auf die Schifffahrt auf dem Zürichsee ausgewirkt», sagt sie. Auch der auf einen guten Sommer folgende schöne Herbst sei zu spät für ein Aufholen des Minus gekommen.

Auf der Plusseite des ZSG-Jahres sieht Sander das im Stil der Fünfzigerjahre wiederhergestellten MS Linth. «Dieses Schiff ist vom Publikum sehr gut angenommen worden.» Ebenfalls erfreulich hätten sich die abendlichen Sonderfahrten entwickelt. 2015 hatten die «Traumschiffe» das Budgetziel noch um eine Viertelmillion Franken verfehlt .

Comeback für Raddampfer

Weitere Geschäftszahlen 2016 gibt es derzeit keine. Auch die Auswirkungen des seit 11. Dezember geltenden Schiffszuschlags auf Billette im Zürcher Verkehrsverbund sind noch nicht bezifferbar. Am Horizont zeichnet sich ein erfreuliches Comeback ab: Das Dampfschiff Stadt Rapperswil wird ab Start zur Sommersaison am 2. April wieder in See stechen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 10.01.2017, 18:46 Uhr

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