Langnau

Schiessanlage soll wieder in Schuss kommen

Die Schiessanlage Schützenmatt bedarf einiger Renovationsarbeiten. Aus Spargründen wollte die Gemeinde Langnau die Anlage mit einer anderen Gemeinde zusammenlegen. Nun bietet jedoch der Albis-Schützenverein finanzielle Mithilfe an.

Am Langnauer Schützenhaus müssen verschiedene Restaurationsarbeiten vorgenommen werden.

Am Langnauer Schützenhaus müssen verschiedene Restaurationsarbeiten vorgenommen werden. Bild: Moritz Hager

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Die Schiessanlage Schützenmatt und das dazugehörige Schützenhaus oberhalb des Wildnisparks Zürich Langenberg sind in die Jahre gekommen und haben einige Unterhalts- und Reparaturarbeiten nötig. Einerseits sind die elektronischen Trefferanzeigen defekt, andererseits müssen diverse Restaurationsarbeiten am Gebäude durchgeführt werden.«Die Unterhaltsarbeiten an der Anlage sind Aufgabe der Gemeinde Langnau, da diese verpflichtet ist, das obligatorische Schiessen zu ermöglichen», sagt Virgil Keller (FDP), Gemeinderat und Vorstand Sicherheit und Liegenschaften.

Im Zuge des Entlastungspotenzials seien für das Schützenhaus verschiedene Optionen geprüft worden. «Eine der Optionen war neben der Sanierung des Schützenhauses für 550 000 Franken, den Schiessbetrieb mit einer anderen Gemeinde zusammenzulegen», sagt Keller. Dies will der Albis-Schützenverein nun verhindern und bietet finanzielle Mithilfe an.

Keine Ersatzteile mehr

«Wir sind der älteste Verein in Langnau und wollen unser Schützenhaus behalten», sagt Hanspeter Ingold, Präsident des Schützenvereins. Deshalb haben der Verein und die Gemeinde einen Benützungsvertrag für die nächsten 15 Jahre abgeschlossen, welcher auch die Finanzierung der nötigen Renovation regelt.

Während die Gemeinde die Kosten von rund 150 000 Franken für die neuen elektronischen Trefferanzeigen übernimmt, verpflichtet sich der Schützenverein, in den nächsten acht Jahren die restlichen rund 400 000 Franken für die Renovation des Schützenhauses aufzutreiben.

«Die elektronischen Trefferanzeigen sind über 16 Jahre alt und die ersten Abnutzungserscheinungen machen sich bemerkbar», sagt Hanspeter Ingold. Sie müssten in der Regel alle 15 bis 20 Jahre erneuert werden. «Das alte Modell wird heute nicht mehr hergestellt und auch Ersatzteile gibt es keine mehr», erklärt Ingold. Daher brauche die Schiessanlage Schützenmatt dringend neue Monitore, auf denen die Schützen sehen, wo sie die Zielscheibe getroffen haben.

«Es regnet ins Haus»

«Die 400 000 Franken können wir nicht alleine aus der Vereinskasse bezahlen», sagt Ingold. Der Albis-Schützenverein werde daher an verschiedenen Anlässen im Dorf wie Chilbi, Flohmärt, Räbeliechtli oder bei der Papiersammlung aktiv sein, um den Betrag stemmen zu können. «Ausserdem sind wir laufend auf der Suche nach Sponsoren und Gönnern», sagt Ingold. Der Verein werde ab 2017 auch einen Jungschützenkurs anbieten. Zudem soll mit dem Restaurant der Schützenstube ein Teil der Kosten erwirtschaftet werden.

Zu den anfallenden Unterhaltsarbeiten gehört beispielsweise die Renovation der Fenster im oberen Stock des Schützenhauses. «Die Rahmen sind nicht mehr dicht und es regnet ins Haus», sagt Hanspeter Ingold. Zudem müsse die Küche renoviert werden und die Fassade bedarf eines neuen Anstrichs.

Während die Firma Polytronic im Auftrag der Gemeinde die neuen elektronischen Anzeigen bereits in der Osterwoche installiert, kann der Schützenverein die restlichen Arbeiten erst im Oktober 2017 durchführen. «Wir können nur ausserhalb der Schiesssaison, also von Anfang Oktober bis Ende Februar, umbauen, da die Anlage während der Renovation nicht begehbar ist», sagt Ingold. Wann welche Arbeiten ausgeführt werden und wie viel die Renovation schlussendlich wirklich kosten wird, kann Hanspeter Ingold momentan noch nicht sagen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.01.2017, 16:24 Uhr

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