Horgen / Hirzel

«Jetzt beginnt die Knochenarbeit»

Die Steuerungsgruppe treibt den Zusammenschluss von Horgen und Hirzel voran – trotz hängiger Rechtsverfahren. Als nächste Themen stehen die Auflösung der Sekschule und personelle Fragen an.

Felix Oberhänsli: «Wir stehen an der Wende. Die Stimmbürger haben Ja zum Zusammenschlussvertrag gesagt; die Planung beginnt».

Felix Oberhänsli: «Wir stehen an der Wende. Die Stimmbürger haben Ja zum Zusammenschlussvertrag gesagt; die Planung beginnt». Bild: Archiv ZSZ

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Am Mittwochabend tagte die Steuerungsgruppe zum ers­ten Mal nach dem Ja zur Eingemeindung – und zum letzten Mal in ­alter Formation. Denn: «Wir stehen an der Wende. Die Stimmbürger haben Ja zum Zusammenschlussvertrag gesagt; die Planung beginnt», sagt der Horg­ner Gemeindeschreiber Felix Oberhänsli. Nach den Herbstferien wird eine neue Steuerungsgruppe die nächsten Schritte zur Eingemeindung von Hirzel angehen. Zusammengestellt wird sie aus je drei Horgner und je drei Hirzler Gemeinderäten.

Wer das sein wird, ist – abgesehen von den beiden Gemeindepräsidenten – noch offen. Am 24. Oktober werden die Personen bestimmt. Ihnen stehen die zwei Gemeindeschreiber Felix Oberhänsli und Beat Deubelbeiss bera­tend zur Seite.«Nun beginnt die Knochenarbeit», schätzt Oberhänsli den kommenden Umsetzungsprozess ein. Die ersten Themen auf der Traktandenliste seien beispielsweise die Auflösung der Sekun­darschule Hirzel, die Daten­migration, technische Einrichtungen wie die Wasserversorgung sowie personelle Fragen. «Bezüglich der Mitarbeitenden im Hirzel sollen schnell Lösungen vorgeschlagen und Antworten gegeben werden», sagt Oberhänsli. Dazu werden Gespräche mit den Mitarbeitern geführt. Der Entscheid über die hängigen Rechtsverfahren könne nicht taten­los abgewartet werden. «Wir müssen Gas geben und zusam­men mit dem Kanton weiterarbeiten – wenn auch unter Vorbehalt», erklärt der Horgner Gemeindeschreiber.

Hirzel gibt sich zurückhaltend

Die hängigen Rechtsverfahren seien eine planerische Hürde wie auch eine finanzielle Bürde, erklärt Oberhänsli. Finanziell und organisatorisch wäre es laut Ober­hänsli für die Gemeinde Hor­gen vorteilhaft, den geplanten Termin für die Auflösung der Sekundarschule einhalten zu können. Sprich, eine Eingliederung der Sekundarschüler auf das Schuljahr 2017/18 zu erzielen. Diesbezüglich werden sich die Schul­präsidien rasch möglichst aus­tauschen und offene Fragen angehen.

Hirzel will zum jetzigen Zeitpunkt den Fusionsprozess nicht kommentieren. Inwieweit der Rekurs die Gemeinde auch mone­tär belastet, darüber wird der Gemeinderat an der nächsten Gemeinde­versammlung am 8. Dezember informieren. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 07.10.2016, 14:55 Uhr

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