Horgen

Horgner werden Physik-Schweizer-Meister

An der ETH sind 43 Gymnasiasten aus der ganzen Schweiz gegeneinander angetreten. Von den acht Teilnehmern aus dem Bezirk Horgen erreichten mehrere Spitzenplätze.

43 Gymnasiasten wollten Physik-Schweizer-Meister werden: An der ETH trugen sie am Wochenende sogenannte Physics Fights aus.

43 Gymnasiasten wollten Physik-Schweizer-Meister werden: An der ETH trugen sie am Wochenende sogenannte Physics Fights aus. Bild: Manuela Matt

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Monatelang hatten die talentierten jungen Physikerinnen und Physiker in Dreierteams über zum Teil noch gänzlich ungelösten Problemstellungen aus der Physik gebrütet. Dabei fragten sie sich zum Beispiel, wie sie mit einem mechanischen Gerät Zufallszahlen generieren können und ob diese allenfalls manipuliert werden könnten. Andere untersuchten eine Linse, welche nicht Licht, sondern Töne fokussieren soll. Am vergangenen Wochenende galt es nun ernst: Am Swiss Young Physicists’ Tournament (SYPT) an der ETH Zürich präsentierten die Gymnasiasten ihre Resultate in sogenannten Physics Fights.

In einer Art wissenschaftlicher Debatte stellten die Teilnehmer zuerst ihre Arbeit vor. Anschliessend wurden sie mit kritischen Fragen eines gegnerischen Teams konfrontiert. Am Ende wurden ihre Leistungen von einer fachkundigen Jury aus Wirtschaft, Lehre und Forschung benotet. «Dieser Modus soll einen interaktiveren Umgang mit der Physik ermöglichen, als dies im herkömmlichen Unterricht der Fall ist», meint Organisator Eric Schertenleib. Eine anspruchsvolle Aufgabe, welcher sich die jungen Physiker stellten – und selbstständig gelöst haben: «Wir haben uns seit rund vier Monaten auf den Wettbewerb vorbereitet, und dies ohne grosse Unterstützung der Schule», erklärt Pierre Ledan aus Oberrieden, welcher die Zurich International School (ZIS) besucht und später Physik studieren möchte.

Sieger dürfen nach Russland

Den Gewinnern der Schweizer Meisterschaft winken nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Die besten neun Teilnehmer haben nun drei Wochen Zeit, um ein weiteres Physikproblem zu bearbeiten – die besten fünf dürfen dann am International Young Physicists’ Tournament (IYPT) in Jekaterinburg (Russland) die Schweiz vertreten und sich mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt messen. Der Richterswiler Marc Bitterli ist in dieser Hinsicht bereits ein alter Hase: Letztes Jahr qualifizierte sich er sich für die Weltmeisterschaft in Thailand und holte dort zusammen mit dem Schweizer Team eine Bronzemedaille.

Auch dieses Jahr stehen die Chancen gut: Der Richterswiler entschied die Einzelwertung für sich und gewann zusammen mit der zweitplatzierten Kathrin Laxhuber aus Küsnacht auch die Teamwertung. «Wir haben seit November jede Woche einen Nachmittag an den Problemstellungen gearbeitet, wobei diese Arbeit oft bis in die Nacht dauerte. Die viele Arbeit hat sich aber ausgezahlt!», freut sich der Maturand am MNG Rämibühl. Überhaupt dominierten die Physiker aus dem Bezirk Horgen: Auch Joonas Vättö aus Thalwil als Siebter, David Bensason aus Rüschlikon als Neunter und Laurent Rouvinez aus Richterswil als Zehnter erreichten Spitzenplätze. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 04.04.2016, 17:02 Uhr

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