Horgen

Horgner müssen an der Urne Vorentscheid zur Fusion fällen

Bei einer Eingemeindung von Hirzel entstehen finanzielle Nachteile für die Gemeinde Horgen. Die Stimmbürger können am 22. November entscheiden, ob der Fusionsprozess weitergeführt wird.

Wird die Fusion von Hirzel und der Gemeinde Horgen vorangetrieben oder abgebrochen? Die Stimmbürger entscheiden darüber am 22. November.

Wird die Fusion von Hirzel und der Gemeinde Horgen vorangetrieben oder abgebrochen? Die Stimmbürger entscheiden darüber am 22. November. Bild: Google Maps

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Gemeinderat Horgen legt einen Marschhalt bei der Ein­gemeindung von Hirzel ein. Die Stimmbürger haben am 22. November erstmals die Möglichkeit, den Zusammenschlussprozess zu steuern. An der Urne befinden sie darüber, ob das Projekt fortgesetzt oder abgebrochen wird.

Dazu gekommen ist es, weil der Gemeinderat sein für 2014–2018 gesetztes Legislaturziel nicht erreichen kann. Dieses sieht vor, dass den beiden Gemeinden im Sommer 2016 ein abstimmungsreifer Zusammenschlussvertrag vorliegt und der Zusammenschluss per 1. Januar 2018 umgesetzt wird. Für die Horgner Bevölkerung sollten dabei keine Nachteile entstehen. «Es hat sich nun herausgestellt, dass wir den letzten Punkt nicht einhalten können», sagt der Gemeindepräsident von Horgen, Theo Leuthold. «Wir können die Eingemeindung nicht zum Nulltarif haben.» Daher sei der Zeitpunkt gekommen, die Bevölkerung mitentscheiden zu lassen.

Prozess führt zu Mehrkosten

Die Arbeitsgruppe Finanzen/Liegenschaften hat die Daten der Rechnungsabschlüsse 2014 bei der Gemeinde konsolidiert. Dabei hat sie die Auswirkungen des Finanzausgleichssystems berücksichtigt. «Dies liegt primär am unterschiedlichen Steuerfuss beider Gemeinden», sagt Leuthold. Trotz der Abweichung vom Legislaturziel will der Gemeinderat den Prozess weiterführen. Die derzeit vorliegenden Zahlen, die Leuthold nicht nennen wollte, seien erst zum Teil bestätigt. «Im nächsten Frühling hätten wir verlässlichere Zahlen, auf denen wir aufbauen könnten», sagt der Gemeindepräsident von Horgen. Dann liege beispielsweise die Rechnung 2015 zum Vergleich vor, und der Beitrag des Kantons sei bekannt. Grundsätzlich arbeite Horgen schon viele Jahre mit der Gemeinde Hirzel zusammen. Daher verdiene die Nachbargemeinde eine genaue Prüfung einer Eingemeindung. Legen die Stimmbürger am 22. November ein Ja in die Urne, stehen den Gemeinden Hirzel und Horgen noch einmal intensive ­Monate bevor. Die Arbeitsgruppen werden die genauen Zahlen und Fakten zusammentragen, und der Zusammenschlussvertrag wird im Detail ausformuliert. Auch die ­organisatorischen Details werden ausgearbeitet, in welcher Form zum Beispiel die erste gemein­same Gemeindeversammlung in Horgen stattfinden werde. Die entscheidende Abstimmung über die Eingemeindung würde im September 2016 stattfinden. Lehnt der Souverän eine Weiterführung des Projekts ab, werden alle Arbeiten sofort eingestellt, und der Zusammenschluss findet nicht statt.

«Abstimmung ist zielführend»

Die Gemeinde Hirzel ist bereits über die Abstimmung in Horgen informiert. «Wir haben diesen Entscheid zur Kenntnis genommen und erachten ihn als zielführend», sagt Hannes Leuthold, stellvertretender Gemeindepräsident von Hirzel. Ein Nein von Horgen bedeute, dass beide Gemeinden eigenständig bleiben. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.09.2015, 07:59 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zsz.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 928 55 82. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Blogs

Spielerisch den Kapitalismus kennen lernen

Karriere Wie stille Schaffer aus dem Schatten treten können

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.