Wädenswil

Fusion fast zum Nulltarif

Ein Zusammenschluss mit Schönenberg und Hütten würde Wädenswil praktisch nichts kosten. Dies ist das Ergebnis der neusten Modellrechnung, die am Donnerstag präsentiert wurde.

«Wie teuer wird es?» Die Wädenswilerinnen und Wädenswiler interessierten sich bezüglich Fusion vor allem für eines: Zahlen.

«Wie teuer wird es?» Die Wädenswilerinnen und Wädenswiler interessierten sich bezüglich Fusion vor allem für eines: Zahlen. Bild: Symbolbild Archiv ZSZ

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Am Schluss interessiert vor allem die Zahl unter dem Strich, wie teuer nämlich eine Fusion mit den beiden Berggemeinden die Stadt Wädenswil zu stehen käme. Am Donnerstagabend präsentierte Alfred Gerber, der die drei Gemeinden im Fusionsprozess berät, das Ergebnis einer Modellrechnung in der reformierten Kirche Wädenswil. 17 000 Franken wäre die Zahl unter dem Strich. So viel Mehraufwand wäre Wädenswil entstanden, hätte die Stadt 2015 die beiden Berggemeinden bereits eingemeindet. Im Vergleich zum Defizit der Stadt falle dieser Betrag nicht ins Gewicht, kommentierte der Wädenswiler Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP). Die Rechnung schloss mit einem Minus von 6,8 Millionen Franken ab.

Nebst den Zahlen wurden auch Fakten bekannt. Was sich nämlich bei einer Eingemeindung konkret ändern würde. So ist vorgesehen, dass nur noch in Wädenswil eine Verwaltung besteht, jene in Schönenberg und Hütten würden aufgehoben. Ebenso würde die Schiessanlage in Schönenberg aufgegeben. Alle anderen Einrichtungen wie Schulen, Friedhöfe oder das Alters- und Pflegeheim Stollenweid blieben erhalten. In der Organisation und Struktur gäbe es aber Anpassungen.

Position bezogen

Nebst Zahlen und Fakten ging es an der Informationsveranstaltung auch um Meinungen und Einschätzungen. Philipp Kutter und die Hüttner Gemeindepräsidentin Verena Dressler (parteilos) stellten sich ganz hinter das Ergebnis aus dem bisherigen Fusionsprozess und gaben eine Ja-Empfehlung an die Stimmbürger ab. Der Schönenberger Gemeindepräsident vermeldete überraschenderweise ebenfalls, dass der Gemeinderat wohlwollend Kenntnis vom Ergebnis genommen hat.

Kritiker abwesend?

Dieses Resultat lässt aufhorchen. Denn üblicherweise versucht die Mehrheit des Gemeinderates Schönenberg, die Fusionsbemühungen zu blockieren. Wie das Abstimmungsverhältnis denn gewesen sei, wollte ein Besucher vom Gemeindepräsidenten wissen. Darüber gebe er keine Auskunft, antwortete Matt, der selber nicht zur fusionskritischen Mehrheit gehört. Damit bleibt unklar, ob ein Sinneswandel stattgefunden hat oder ob die Zustimmung wegen Abwesenheiten im Lager der Fusionsgegner zustande gekommen ist.

Das Publikum zeigte sich am Informationsanlass interessiert und dem Prozess gegenüber mehrheitlich positiv eingestellt. In der Fragerunde brachte es die wunden Punkte zur Sprache. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 03.06.2016, 17:34 Uhr

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