Horgen

Horgner Gemeinderat stellt sich hinter Eingemeindung des Hirzels

Im September befinden die Horgner und Hirzler Stimmbürger gleichzeitig an der Urne über den definitiven Zusammenschlussvertrag. Die Horgner Exekutive stellt nun offiziell den Antrag auf Eingemeindung – und nimmt dabei eine mögliche Steuererhöhung von bis zu drei Prozentpunkten in Kauf.

Der Horgner Gemeinderat empfielt den Stimmberechtigten die Annahme der Fusion mit Hirzel.

Der Horgner Gemeinderat empfielt den Stimmberechtigten die Annahme der Fusion mit Hirzel. Bild: Sabine Rock

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Geradlinig war er keineswegs, der Verhandlungsprozess zur Eingemeindung des Hirzels in Horgen. Doch nun stellt der Horgner Gemeinderat den Stimmberechtigten den Antrag auf Annahme des definitiven Zusammenschlussvertrags. Über denselben befinden am 25. September sowohl die Hirzler wie auch Horgner Stimmberechtigten gleichzeitig an der Urne – und besiegeln so endgültig die Zukunft der beiden Bezirksgemeinden.

Dass die Eingemeindung eine Erhöhung des Steuerfusses um zwei bis drei Prozentpunkte nach sich ziehen könnte, schliesst die Horgner Exekutive in einer Mitteilung nicht aus, und begründet: «Trotz der ausgewiesenen Mehrkosten erfolgt der Antrag primär aus staatspolitischen Überlegungen», heisst es im gemeinderätlichen Schreiben. «Über eine mögliche Steuerfussanpassung entscheiden wir jedoch erst im Rahmen des Budgetprozesses 2018», sagt der Horgner Gemeindepräsident Theo Leuthold (SVP).

Die Grundlage für die Beurteilung – und der damit verbundenen möglichen Anhebung des Steuerfusses – basiert unter anderem auf einer Konsolidierung der Rechnungsabschlüsse 2014 und 2015 der beiden Gemeinden. Diese zeigt auf, dass sich die Mehrkosten für Horgen im Falle eines Zusammenschlusses für das Jahr 2014 auf 876?000 Franken respektive für 2015 auf rund 1,43 Millionen Franken belaufen hätten. Ein Horgner Steuerprozent entspricht im Jahr 2015 rund 820?000 Franken, Tendenz steigend. «Mittel- und langfristig gehen wir jedoch von einer Nivellierung der Kosten aus», sagt Theo Leuthold. Zudem hält er fest, dass es sich beim Projekt «Horgen-Hirzel 2018» um kein Kredit­geschäft für heute und morgen handle, sondern vielmehr um ein Generationenprojekt.

Sinnvolle Gebietsentwicklung

«Wir freuen uns, dass es der Gemeinde Horgen bei ihrer Entscheidung nicht primär ums Geld geht», sagt Markus Braun (parteilos), Gemeindepräsident im Hirzel. Und es sei erfreulich, dass gemeinsam ein Zusammenschlussvertrag ausgearbeitet werden konnte, so Braun. Es entstehe für beide Gemeinden eine Win-win-Situation. Der Horgner Gemeinderat wolle für den Bezirk eine sinnvolle Gebietsentwicklung und habe als Bezirkshauptort Vorbildfunktion, sagt Leuthold. Starke Bezirksgemeinden könnten auch gegenüber dem Kanton eine bedeutende Rolle einnehmen. Und: «Durch das erweiterte Gemeindegebiet würde Horgen an Attraktivität und Vielfalt gewinnen», hält Leuthold fest.

Nicht immer ertönte es vonseiten der Horgner Exekutive so positiv. Erst im vergangenen September legte sie einen Marschhalt im Fusionsprozess ein. Ein Zusammenschluss wäre nicht kostenneutral, hiess es. Das jedoch hatte der Gemeinderat in seinen Legislaturzielen 2014–2018 einst festgesetzt. Im November dann wurden die Horgner noch einmal an die Urne gebeten. Fast zwei Drittel der Stimmenden beschieden dem Gemeinderat, das Zusammenschlussprojekt mit dem Hirzel fortzusetzen. (zsz.ch)

Erstellt: 07.06.2016, 10:26 Uhr

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