Schönenberg

Bei einer Fusion wird die Schiessanlage geschlossen

Falls sich Wädenswil, Schönenberg und Hütten zu einer einzelnen Gemeinde zusammenschliessen, wird die Schiessanlage in Schönenberg stillgelegt.

Wenn die Stimmberechtigen von Hütten, Schönenberg und Wädenswil im nächsten Mai Ja sagen zur Fusion, bejahen sie auch das Ende der Schiessanlage Schützenmatt (Bild).

Wenn die Stimmberechtigen von Hütten, Schönenberg und Wädenswil im nächsten Mai Ja sagen zur Fusion, bejahen sie auch das Ende der Schiessanlage Schützenmatt (Bild).

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Der Zusammenschlussvertrag zwischen Wädenswil, Schönenberg und Hütten macht es unmissverständlich klar: «Die 300-Meter-Schiessanlage in Schönenberg wird aufgehoben», steht da geschrieben. Das heisst also: Wenn die Stimmberechtigen der drei Gemeinden im nächsten Mai Ja sagen zur Fusion, bejahen sie auch das Ende der Schiessanlage Schützenmatt.

Verhindern kann das auch der Feldschützenverein Schönenberg nicht, der die gemeindeeigene Anlage seit Jahrzehnten benutzt. «Die Stilllegung wäre natürlich sehr schade», sagt Vereinspräsident Urs Korrodi. Der Unterhalt und Betrieb des Schützenstands und der 300-Meter-Schiessanlage schlägt im Gemeindebudget jährlich mit rund 6000 Franken zu Buche. Ein Weiterbetrieb auf Kosten des Schützenvereins oder eine Übernahme der Anlage komme nicht infrage. «Das könnten wir niemals aus eigener Tasche finanzieren», sagt Korrodi.

Das Schützenhaus umnutzen

Allerdings würden trotz Stilllegung der 300-Meter-Anlage in der Schützenmatt weiterhin Schüsse fallen. Im Innern des Schiessstands betreibt der Verein während den Wintermonaten nämlich eine Luftgewehranlage. Dabei wird aus zehn Metern Distanz vom einen Ende des Raums ins andere geschossen. Korrodi: «Man hat uns zugesichert, dass wir die Anlage im Falle einer Fusion bis auf Weiteres beibehalten dürfen.» Erst vor wenigen Jahren hatten die Vereinsmitglieder die Anlage gebaut und das Schützenhaus teilweise erneuert. Umso mehr hofft Korrodi auf dessen Erhalt.

Dass der Feldschützenverein Schönenberg sein heutiges Lokal mit Indoor-Schiessanlage langfristig behalten kann, ist aber eher unwahrscheinlich. Denn das Gesetz verlangt, dass Schützenhäuser, die ausserhalb der Bauzonen stehen und nicht mehr ihrem ursprünglichen Zweck dienen, rückgebaut werden.

Gegen diese Rückbaupflicht setzt sich Wädenswils Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP) ein. Anfangs Sommer reichte er zusammen mit zwei weiteren Kantonsräten dem Zürcher Regierungsrat ein Postulat ein. Das Ziel: Schützenhäuser soll man umnutzen dürfen. «Zum Beispiel als Vereinslokale, Pfadihäuser oder eben als Sportanlage», sagt Kutter. Der Aufwand dazu würde sich in Grenzen halten. «Die Anlagen sind ja in der Regel mit Wasser, Abwasser und Strom bereits gut erschlossen.» Die Antwort des Regierungsrats auf das Postulat ist noch ausstehend.

Neue Heimat in Wädenswil

Wie auch immer die Zukunft des Schützenhauses in Schönenberger aussieht, auf ihr Hobby verzichten müssen die Schützen des örtlichen Vereins nicht. Denn die Stadt Wädenswil bietet ihnen in ihrer eigenen Schiessanlage Beichlen eine neue Heimat. Dort scheinen sie willkommen zu sein. «Der Schützenverein Wädenswil ist offen dafür, den Schiessstand mit einem anderen Verein zu teilen», sagt dessen Präsidentin Sandra Berchem. Es werde aber noch vieles mit der Stadtverwaltung zu besprechen geben. Berchem denkt beispielsweise an «die bereits jetzt knappen Platzverhältnisse zur Unterbringung von Munition oder Büromaterial und an die stark ausgelastete und störungsanfällige Scheibenanlage». Die beiden Vereinsvorstände wollen sich im kommenden Winterhalbjahr für erste Gespräche treffen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 28.09.2016, 15:40 Uhr

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