Horgen

Befürworter der Fusion machen mobil

Speziell um die Belange der Horgner im Zusammenhang mit der Fusion mit Hirzel, möchte sich eine neue Gruppierung kümmern. Damit erhalten die Befürworter eine noch breitere Unterstützung.

Nationalrat Thomas Weibel präsidiert eine neue Gruppierung aus Horgen, die sich für die Fusion mit Hirzel einsetzt.

Nationalrat Thomas Weibel präsidiert eine neue Gruppierung aus Horgen, die sich für die Fusion mit Hirzel einsetzt. Bild: Keystone

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Dass die Sekundarschule im Hirzel im Falle einer Fusion mit Horgen aufgelöst werden soll, hat viele Fusionsgegner hervorgerufen. Doch nun erhält die geplante Eingemeindung eine immer breitere Unterstützung aus der Bevölkerung. Neben dem aus ehemaligen Hirzler und Horgner bestehenden Komitee «Zusammenfügen, was zusammenpasst - Ja zum Zusammenschluss von Horgen und Hirzel» hat sich nun eine zweite Gruppe mit dem Motto «Horgen heisst Hirzel willkommen» gebildet. In dieser sind alle politischen Parteien Horgens vertreten. Die Gruppe wird von Nationalrat Thomas Weibel (Grünliberale) präsidiert und von weiteren Mitunterzeichnern unterstützt.«Wir möchten ein möglichst deutliches Ja zur Eingemeindung von Hirzel erreichen», sagt Weibel. Dazu wolle die Gruppe von Horgen aus ein Zeichen setzen und die Horgner überzeugen und mobilisieren. «Wir sind davon überzeugt, dass wir zusammen mit dem Hirzel stärker sind als­ ­alleine», sagt Weibel. Zudem ­sollte man langfristig denken. Schliesslich müsse man in der Privatwirtschaft auch erst investieren, bevor man Synergien nutzen könne, gibt Weibel zu bedenken. «Mit der Eingemeindung hätten wir eine Vorbildfunktion im Kanton Zürich und würden als starker Partner akzeptiert werden», sagt er.

Kampagne ist finanziert

Mit Mitteilungen, Zeitungsinseraten und über Facebook wird die Gruppe im Vorfeld der Volksabstimmung vom 25. September auf sich aufmerksam machen und ­ihre Botschaft kommunizieren.

Das Gleiche will auch das seit Juli bestehende Komitee «Zusammenfügen, was zusammenpasst – Ja zum Zusammenschluss von Horgen und Hirzel». Dieses besteht aus 26 ehemaligen Gemeinderätinnen und Gemeinderäten von Hirzel und Horgen.

Das Zwischenziel hat das Komitee bereits erreicht: Es konnten rund 100 Personen mobilisiert werden und damit rund 20 000 Franken für die Kampa­gne organisiert werden. «Ich habe noch nie erlebt, dass innert so kurzer Zeit und dann noch während der Sommerferien sich so viele Leute an einer Kampagne beteiligen», sagt Rolf Kurath, Leiter der Kampagne.

Knackpunkte klären

Auch wenn sich beide Gruppen für die Fusion von Horgen und Hirzel einsetzen, so unterscheiden sie sich doch. «Wir verstehen uns als Dachkomitee über die beiden Gemeinden Horgen und Hirzel und haben Interesse an der Debatte zur Fusion», erklärt Rolf Kurath. Zu spezifischen Hirzler oder Horgner Belangen müssten sich jedoch Gruppierungen aus der jeweiligen Bevölkerung äussern, wie die Gruppierung «Horgen heisst Hirzel willkommen». Als Beispiel führt Kurath die dezidierte Meinung der Horgner Rechnungsprüfungskommission an, zu der lediglich Horgner Stellung nehmen könnten.

Auf den Grössten Kritikpunkt im Zusammenhang mit der Fusion, der Schliessung der Sekundarschule Hirzel, reagiert jetzt auch die Schule Horgen. Sie lädt heute von 18 bis 19.30 Uhr die Bevölkerung der Gemeinde Hirzel zu einer Besichtigung des Oberstufenzentrums Horgen ein. Damit soll den Hirzlern das Horgner Schulmodell näher gebracht werden. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 29.08.2016, 17:46 Uhr

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