Wädenswil

Neues Wädenswiler Schulhaus gibt Raum für modernes Lernen

Der Bau des neuen Oberstufenschulhauses Rotweg in Wädenswil ist beendet. Dies, nachdemvor drei Jahren die Stimm­bevölkerung mit hohem ­Ja-Anteil das Projekt ­gutgeheissen hatte. Nun konnte das Schulhaus seinen Benutzern übergeben werden.

Weiss ist die dominante Farbe im neuen Oberstufenschulhaus Rotweg in Wädenswil.

Weiss ist die dominante Farbe im neuen Oberstufenschulhaus Rotweg in Wädenswil. Bild: André Springer

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Der dreigeschossige Kubus aus Fichtenholz ist nicht zu über­sehen. Am Wädenswiler Rotweg, an erhöhter Hanglage, thront das Bauwerk. Vor wenigen Tagen erst wurde es fertiggestellt – um nach den Weihnachtsferien ­seine Funktion als Oberstufenschulhaus aufzunehmen.Am Mittwoch fand im Beisein von Architekten und Behör­den­mit­gliedern die Übergabe des Baus statt. 26,3 Millionen Franken hatte das Wädens­wiler Stimmvolk dafür am 9. Juni 2013 ge­sprochen – bei einem Ja-Anteil von 77 Prozent. Die Abstimmung sei ein Meilenstein in der Planung gewesen, sagte ­Peter ­Schuppli, Präsident der Bau­kom­mission, «und die hohe Zustimmung für das neue Schulhaus nicht selbstverständlich».

Zehn Jahre geplant

Ein Projekt dieser Grössen­ordnung braucht freilich eine ­län­gere Planungsphase: Vor zehn Jahren seien die ersten Weichen gestellt worden, sagte ­Schuppli, «dies mit der Schulraumplanung am Standort Rotweg». 2012 ging das Projekt von Meletta Strebel am Architekturwettbewerb als das siegreiche hervor. 2014 began­nen die Bauarbeiten mit dem Rückbau der bisherigen Schulhausflügel. Sie erfuhren dann im Januar 2015 einen Still­stand, nachdem es zu einem ­Rekurs gekom­men war. Es ging dabei um eine Beschwerde in Bezug auf die Vergabe der Bau­meis­ter­ar­bei­ten. Das Unternehmen Tone­atti aus Bilten hatte den Rekurs ein­ge­reicht, der vom Ver­wal­tungs­­gericht gutgeheissen worden war. Grund war, dass die Stadt Wädens­wil die Vergabekriterien Qualität und Ökologie nicht genügend berücksichtigt hatte.

Kein Frontalunterricht mehr

«Ein repräsentatives Gebäude für Wädenswil», nannte ­Schuppli den Neubau bei der Übergabe am Mittwoch. In der Tat fällt das Schulhaus nicht nur durch seine prägnante Aussenansicht auf. Es widerspiegelt mit seiner Innengestaltung die modernen Unterrichtsformen.

Die zeitgemässe Art des Lernens hat mit dem Frontalunterricht von einst nicht mehr allzu viel gemein. Heute sind sogenannte Lernlandschaften Trend – Klassenzimmer, in denen Schüler individuell oder in Gruppen lernen. Die Architekten des Zürcher Büros Meletta Strebel haben dafür in den oberen Geschossen des Schulhauses Rotweg die Räumlichkeiten geschaffen. Sie machen ein Drittel der Unterrichtsräume aus und sind – wie das Gebäude im Gesamten – von weis­sen Wänden, Böden und Decken und viel Glas dominiert.

Die anderen zwei Drittel sind Zimmer, in denen die Lehrpersonen den Unterricht in Halb- oder Viertelklassen abhalten können. Räume für Werken, musische Aktivi­täten, Mittagstisch, Computer- und Musikunterricht runden das Angebot für die künftigen Oberstufenschüler ab – «um sie auf die Zukunft vorzubereiten», wie Adrian Schoch, der Vertreter der Oberstufenschule, sagte.

Ab 9. Januar werden die rund 280 Schüler der Oberstufen­schule Wädenswil-Schönenberg-Hütten in dem neuen Schulhaus Rotweg lernen können. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 15.12.2016, 20:02 Uhr

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