Hirzel

Fusionsgegner bringen den Zeitplan ins Wanken

An der Gemeindeversammlung vom Donnerstag wurde der Steuerfuss auf 130 Prozent festgesetzt und das Budget einstimmig angenommen. Zudem zeigte der Gemeindepräsident auf, welche Folgen die Bemühungen der Fusionsgegner haben.

Die drei hängigen  Rechtsverfahren um die Fusion von Horgen und Hirzel sorgen in der Gemeinde Hirzel für Verunsicherung.

Die drei hängigen Rechtsverfahren um die Fusion von Horgen und Hirzel sorgen in der Gemeinde Hirzel für Verunsicherung. Bild: Manuela Matt

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Die Interessengemeinschaft (IG) zur Erhaltung der Sekundarschule setzt alles daran, um die Fusion von Hirzel mit Horgen zu verhindern. Doch welche Auswirkungen dies auf die Fusion und insbesondere auf die Gemeinde Hirzel bereits jetzt schon hat, zeigte Gemeindepräsident Markus Braun im Anschluss an die Gemeindeversammlung in der reformierten Kirche auf. Nachdem er die 88 anwesenden Stimmberechtigten über den aktuellen Stand der Dinge zur Eingemeindung informiert hatte, fasste er nochmals zusammen, was die IG mit ihren Rekursen und Beschwerden erreichen möchte. «Das Hauptziel der IG ist, den Vertrag und die Abstimmung für nichtig erklären zu lassen und die Eingemeindung zu verhindern», sagte Braun und fügte hinzu: «Beachtlich ist, dass es nicht mehr um die Schule geht.» Laut seinen Recherchen zähle die IG derzeit drei Personen, die auf deren Internetseite namentlich erwähnt sind.

«Schüler sind Leidtragende»

Drei Personen also, die mit einer Rechtsverweigerungsbeschwerde, einem Stimmrechtsrekurs und einer Gemeindebeschwerde derzeit den demokratischen Entscheid von 79 Prozent der Hirzler und 59 Prozent der Horgner, die für eine Eingemeindung stimmten, blockieren. «Dies hat eine grosse Unsicherheit auf allen Ebenen zur Folge und bringt den Zeitplan ins Wanken», sagte Braun. Denn bereits Ende Januar 2017 muss der Antrag an Horgen zur Übernahme der Oberstufe Hirzel erfolgen. «Wenn die Eingemeindung bis dann nicht rechtskräftig ist, kann der Antrag nicht gestellt werden», sagte er. Dann wäre der Transfer frühestens 2018 möglich, doch die Hirzler Behörden hätten dann keinen Einfluss mehr. Leidtragende wären dann die Schüler, denn statt der 12 vom Wechsel betroffenen Schüler im Jahr 2017 auf 2018 wären es 31 betroffene Schüler im Jahr 2018 auf 2019. Die einzige Chance, dies zu verhindern, sei ein Abschluss aller Rechtsverfahren durch einen definitiven letztinstanzlichen Entscheid oder den Rückzug aller drei Rekurse/Beschwerden der IG, erklärte Braun, der schliesslich an die Vernunft der Rekurrenten und Beschwerdeführer appellierte. Eine Diskussion im Anschluss an die Ausführungen des Gemeinde­präsidenten blieb aus.

Neun Sportler geehrt

Im Vorfeld wurde an der Gemeindeversammlung der Voranschlag der Gemeinde Hirzel für das Jahr 2017 einstimmig genehmigt. Der Steuerfuss wird um einen Prozentpunkt erhöht und auf 130 Prozent festgesetzt bei einem einfachen Gemeindesteuerertrag von 5,6 Mio. Franken. Auch die Bauabrechnung über den Umbau und die Renovation des Mehrzweckgebäudes Sitenrain 1 mit Gesamtkosten von 1,5 Mio. Franken wurde einstimmig genehmigt.

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung und die Informationen des Gemeindepräsidenten wurden neun Sportler geehrt. Patrick Korrodi, Michaela Feldmann, Nina und Mira Horvath, Nicolas Müller, Felix Zweifel, Carina Patt, Sandra Patt und Christine Staub glänzten in diesem Jahr mit ihren herausragenden Leistungen. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 09.12.2016, 09:29 Uhr

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