Zürichsee-Zeitung Obersee
Samstag, 12. Dezember 2009
Gemeinderatswahlen 2010 Ein Überblick über die frei werdenden Sitze in den Schwyzer Gemeinden
Drei Rücktritte und viele offene Fragen
In Wollerau, Feusisberg und Altendorf treten die Gemeindepräsidenten 2010 zurück. Andere Gemeinden halten sich noch bedeckt.
Yannick Nock
Viele Stühle werden in den kommenden Gemeinderatswahlen frei. Wer diese besetzen wird, ist vielerorts noch offen. (Manuela Matt)

Die Begründungen klingen gleich: Nach all den Jahren werde es einfach Zeit für eine frische Kraft, heisst es von Seiten der drei Gemeindepräsidenten. Jeweils zehn Jahre sind Markus Hauenstein in Wollerau und Margrit Schuler in Feusisberg bereits im Amt. In Altendorf ist Albert Steinegger gar seit 20 Jahren als Gemeindepräsident tätig. Alle drei treten 2010 nicht mehr zu den Gemeinderatswahlen im Kanton Schwyz an.

In Feusisberg hat die CVP den parteilosen Schindellegler Josef Theiler als Nachfolger vorgeschlagen. Als wichtiges Kriterium für einen Kandidaten sieht Schuler die Bürgernähe. «Ich denke, diese Nähe habe ich gut vorgelebt», sagt sie. Das wichtigste Anliegen zum Ende ihrer Amtszeit sei die Sanierung der Dorfstrasse Feusisberg. Zurzeit sind die Baumeisterarbeiten ausgeschrieben. Neben Schuler treten in Feusisberg ausserdem drei Gemeinderäte zurück: Pia Isler (Soziales und Gesundheit), Urs Meister (Finanzen) und Josef Kälin (Umwelt und Sicherheit) werden im Frühjahr 2010 nicht mehr zur Wahl antreten.

Auch in Wollerau und Altendorf wird derzeit nach einem Nachfolger für das Präsidentenamt gesucht. Während in Wollerau verschiedene Namen kursieren, ist in Altendorf noch alles offen. Was die Nachfolge betreffe, sei noch nicht viel passiert, sagt Gemeindeschreiber Hans Bissig. Da müssten die Parteistrategen noch die Köpfe zusammenstecken. Des Weiteren werden zwei Plätze im Gemeinderat frei. Beat Keller (Gesundheit und Umwelt) und Karl Züger (Soziales) treten zurück.

Im Januar fallen die Entscheide

In anderen Ausserschwyzer Gemeinden ist die Situation weniger klar. Erst zu Beginn des Jahres werde man sich mit den Wahlen und frei werdenden Sitzen auseinandersetzen, heisst es beispielsweise in Lachen, Reichenburg, Schübelbach, Freienbach, Innerthal oder Vorderthal. Wenn alles im normalen Rahmen laufe, werde er sich aber wieder zur Wahl stellen, sagt Pius Kistler, Gemeindepräsident in Vorderthal.

Ein grosses Stühlerücken gibt es, wenn überhaupt, unter den Gemeinderäten. In Tuggen verabschieden sich Sidonia Bräuchi (Fürsorge- und Vormundschaftsbehörde) und Matthias Werner (Schulrat). In Wangen räumt Andreas Schärer (Bildung) seinen Platz, und in Galgenen tritt Vizepräsident Norbert Hegner zurück. Die Abgänge erfolgten alle aus beruflichen Gründen, betonen die Gemeinden. «Knatsch» habe es keinen gegeben. Ob weitere Plätze in den verschiedenen Gemeinden frei werden, bleibt offen. Zu diesem Zeitpunkt lasse man die Katze eben nicht aus dem Sack, sagt der Galgener Gemeindeschreiber Pirmin Feusi.

 
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