Erlenbach Klarer Wahlausgang in der Kampfwahl ums Schulpräsidium
Max Wullschleger bleibt Schulpräsident
Die Erlenbacher bestätigten in der Kampfwahl ums Schulpräsidium mit deutlicher Stimmenmehrheit den Bisherigen Max Wullschleger. Herausforderer Urs Berli wurde in die Schulpflege gewählt. Bernd Beck
«Das Verdikt ist klar», sagte gestern Abend Urs Berli. Er war aus dem Gemeinderat zurückgetreten und wurde von der FDP für die Wahl in die Schulpflege und als neuer Schulpräsident vorgeschlagen. Die Rechnung ging weder für Urs Berli noch für die FDP auf: Der bisherige Schulpräsident Max Wullschleger übertraf das absolute Mehr von 605 Stimmen und wurde deutlich mit 677 Stimmen gewählt. Herausforderer Urs Berli blieb auf 466 Stimmen sitzen.
Ärgerlich für die FDP, dass sie nun nicht mehr den Schulpräsidenten stellt. Bis vor wenigen Wochen gehörte Max Wullschleger nämlich noch der Partei an. Verärgert über die Nichtnomination, wendete er seiner Partei den Rücken zu und kandidierte nun als Parteiloser.
Max Wullschleger hatte selbst nicht mit einem so deutlichen Resultat gerechnet. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger hätten offenbar gut zugehört und seine Argumente akzeptiert, sagte der Wahlgewinner gestern Abend am Telefon. «Ich habe aber auch von allen Seiten sehr viel Unterstützung erhalten», fuhr Max Wullschleger fort und nannte zunächst seine Familie, aber auch die zahlreichen Freunde im Erlenbacher Forum, die zu ihm standen. Für den Wahlerfolg sei wohl auch seine reiche Erfahrung aus der Schulpflege Erlenbach mit verantwortlich gewesen, sagte Wullschleger, der sich ausserdem sehr zufrieden zeigte, dass der Wahlkampf bis zuletzt fair geblieben ist. «Ich habe ganz bewusst nicht auf den Mann gespielt.»
Urs Berli auf der anderen Seite zeigte sich enttäuscht. Er bedauerte, dass nun die zahlreichen von ihm in die Waagschale geworfenen neuen Ideen nicht sofort 1:1 umgesetzt werden können. «Ich werde aber meine neue Aufgabe in der Schulpflege voller Elan angehen, und ich freue mich auf eine erspriessliche Zusammenarbeit mit all den guten Kräften in der Schulpflege», sagte Urs Berli. Er dankte seiner Familie sowie allen, die ihn und seine Ideen während des Wahlkampfes unterstützten und nun ebenfalls natürlich sehr enttäuscht sind. Besonders enttäuschend ist für Urs Berli nach dem aufwändigen Wahlkampf auch die aus seiner Sicht bescheidene Stimmbeteiligung von 41 Prozent.
3 CVP - 1 FDP
In die Schulpflege wurden gewählt: Max Wullschleger (parteilos, bisher) 819 Stimmen (als gewählter Präsident mit 677 Stimmen); Yvonne Bieli (parteilos, bisher) 864; Lotti Grubenmann (parteilos, bisher) 864; Reto Frei (CVP, neu) 771; Silvano Matthaei (CVP, neu) 699; Urs Berli (FDP, neu) 639 (nicht gewählt als Präsident mit 466); Manuel Pescatore (CVP, bisher) 623. Nicht gewählt wurden: Anna Hoch-Ponte (FDP, neu) 548; Stefan Weber Aich (SP, neu) 515; Fabian Krek (FDP, neu); Rainer Baisch (parteilos, neu). Absolutes Mehr 519 Stimmen. Nach dem gestrigen Wahltag dürfte die FDP ihre Schulpolitik überdenken, denn sie ist trotz Dreierkandidatur zukünftig nur mit Urs Berli in der Schulpflege vertreten.