Für die Gemeindewahlen der Amtsperiode 2010-2014 waren die Zumiker Stimmbürger nur schwer zu begeistern. Die Kandidatensuche sei harzig verlaufen, klagten die Parteipräsidenten bereits im Vorfeld der Wahlen. Die Folge war, dass es einzig für die Schulpflege mehr Kandidaten gab, als Sitze zu vergeben waren. Der Wahlkampf in Zumikon war dieses Jahr (verglichen mit Uetikon oder Männedorf) ziemlich flau. An einem Wahlpodium des Gemeindevereins ist der Schlagabtausch ausgeblieben.
Entsprechend tief war denn auch die Stimmbeteiligung. Vor vier Jahren lag sie für die Erneuerungswahl des Gemeinderats bei 42 Prozent. Gestern waren es lediglich 34 Prozent. Alle sieben Anwärter für die sieben Gemeinderatssitze haben das absolute Mehr erreicht. Der Bisherige Hermann Zangger (SVP) wurde in seinem Amt bestätigt und präsidiert den Gemeinderat für weitere vier Jahre. Mit 930 Stimmen erreichte Matthias Rüegg (FDP, bisher) das beste Wahlresultat. Ebenfalls in den Gemeinderat gewählt wurden: Fredy Zuberbühler (FDP, bisher), Milena Danielsen (FDP, neu), Jürg Erberhard (FDP, neu), Thomas Hagenbucher (SVP, neu) und Dominique Piaz-Reinert (CVP, neu). Die CVP ist somit neu im Gemeinderat vertreten. Sie holte sich den Sitz der zurückgetretenen parteilosen Brigitta Bohnenblust. Skepsis gegenüber Parteilosen
Spannender war die Ausgangslage für die Wahlen der Schulpflege-Mitglieder. Der parteilose Werner Gröner hat mit 568 Stimmen zwar das absolute Mehr erreicht, ist aber als Überzähliger ausgeschieden. Woran könnte das gelegen haben? «Ich lebe erst seit viereinhalb Monaten in Zumikon», sagt Gröner. Er sei, vermutet Gröner, bei den Stimmbürgern wahrscheinlich noch zu wenig bekannt gewesen. «Aber auch, dass ich als Parteiloser kandidierte, wird sich negativ auf das Wahlresultat ausgewirkt haben.» In Zumikon habe man, hat Gröner gehört, in der Vergangenheit mit Parteilosen eher schlechte Erfahrungen gemacht. Sich von einer Partei portieren zu lassen oder gar in eine einzutreten, sei für ihn aber nie in Frage gekommen. Milchhüttli ohne Wirkung
Andreas Hugi (FDP, bisher) hat als neuer Kandidat für das Amt des Schulpräsidenten mit 683 Stimmen das absolute Mehr (447 Stimmen) klar erreicht. Dass sich der Projekt-Rückzieher beim Schulzentrum Farlifang auf das Wahlresultat hätte auswirken können, hat Hugi nicht befürchtet: «Offenbar gab es deswegen keine Abstrafung seitens der Wähler», sagt er. Mit 791 Stimmen erhielt Hugi von den neu gewählten Schulpflegemitgliedern am meisten Stimmen. Ebenfalls in die Schulpflege gewählt wurden: Christopher Hanan (CVP, bisher), 715 Stimmen; Peter Angst (SVP, neu), 695 Stimmen; Barbara Ehrat (FDP, bisher), 670 Stimmen; Yvonne Peter (SP, neu), 608 Stimmen.
Gewählt in die Sozialbehörde sind folgende Mitglieder (ohne Präsidium): Brigitte Doldt (parteilos, bisher) 846 Stimmen. Gian-Felix Hössli (parteilos, neu) 860. Otto Götz (SVP, bisher) 817. Stefanie Kraft Maag (Grüne, neu) 739. Walter Pfleger (SP, bisher) 736. Uwe Koch (SP, neu) 692.
In die Rechnungsprüfungskommission gewählt sind folgende Mitglieder: Stefan Kriz (FDP, bisher) 823 Stimmen. Francis Hodgskin (FDP, bisher, Präsidium) 818. Annemarie Rüegger (FDP, bisher) 815. Christoph Born (CVP, bisher) 796. Dieter Bruder (SVP, bisher) 764. Christian Rüegger (SVP, neu) 751. «Heide» Sedigheh Bastani (SP, bisher) 642.
In die reformierte Kirchenpflege gewählt sind folgende Mitglieder: Dora Hardmeier (bisher) 622 Stimmen. Beat Hauri (bisher) 622. Corinne Käch (bisher) 622. Max Bodmer (bisher) 618. Beatrice Knop (neu) 615. René Doldt (bisher, Präsidium) 614. Lukrezia Holzgang (neu) 605. |