Die Erneuerungswahlen im Gemeinderat versprechen, interessant zu werden: Da die Einführung der Einheitsgemeinde Hombrechtikon mit der Abstimmung im September 2009 mit grossem Mehr angenommen worden ist, nimmt das Schulpräsidium automatisch einen Sitz im Gemeinderat ein. Somit werden sechs eigentliche Gemeinderatssitze vergeben, für die jedoch sieben Personen kandidieren. Für das Amt des Schulpräsidiums kandidiert neu die seit 2008 in der Schulpflege vertretene Christine Wight. Da neun Personen für die neun Sitze in der Schulpflege kandidieren, hat Wight das Präsidium so gut wie auf sicher. Mit ihr vertritt die FDP einen Sitz im Gemeinderat. Man darf also gespannt sein, wer von den sie- ben Gemeinderatskandidaten das Rennen verliert und wie die Parteiverteilung nach den Wahlen aussehen wird. Für den zurückgetretenen Bauvorstand Roger Stutz (SVP) steht neu der in Hombrechtikon aufgewachsene Bauunternehmer Tino Ponato zur Wahl, ebenfalls der SVP zugehörig. Zu seinen Zielen gehören in erster Linie die Umsetzung der Einheitsgemeinde und verbesserte Rahmenbedingungen für das Gewerbe und damit verbunden das Schaffen von Arbeitsplätzen.
Max Baur (FDP), seit acht Jahren Gemeindepräsident und seit zwölf Jahren im Gemeinderat, will eine weitere Amtsperiode in Angriff nehmen und stellt sich zur Wiederwahl als Gemeindepräsident. Er fühle sich gesund und belastbar und somit in bester Verfassung für weitere vier Jahre an der Spitze der Gemeinde, sagt er. Ebenfalls zur Wiederwahl in den Gemeinderat stehen Peter Appoloni (SVP), Heinz Brandenberger (parteilos), Jeannette Honegger (SVP), Karin Reichling Gertsch (FDP) und Peter Widmer (parteilos, Vorschlag SP). Schulpflege und Sozialbehörde
Die Schulpflege vermeldet drei Abgänge von den insgesamt neun Mitgliedern: Nach 20 Jahren in der Schulpflege und 8 Jahren als Schulpräsident tritt Walter Bruderer (SP) zurück. Ebenfalls legen Susanna Chiapolini nach acht Jahren und Peter von Rotz (parteilos) nach vier Jahren ihr Amt nieder. Die drei neuen Kandidaten für die Schulpflege sind Monika Graf (SVP), Nathalie Jucker-Wolff (parteilos) und Bernhard Meili (SVP). Die Sozialbehörde reduziert die Anzahl Sitze auf vier. Die parteilose Claudia Flury tritt ihr Amt ab, und Urs Mumprecht (Präsident SVP Hombrechtikon) wechselt nach seiner 16-jährigen Tätigkeit bei der Sozialbehörde zur Rechnungsprüfungskommission (RPK). Neu kandidiert Sandra Lenzinger (parteilos, Vorschlag SP) für einen Sitz in der Sozialbehörde. Zweimal Wight
Auch in der RPK wird es bloss eine einzige Veränderung geben: Urs Mumprecht «ersetzt» durch seinen Übertritt von der Schulpflege zur RPK den abtretenden Werner Guyer (SVP). Warum wechselt Mumprecht das Spielfeld? Er wolle mithelfen, ein gesundes Kostenbewusstsein zu schaffen und Ausgaben so zu planen, dass eine Nachhaltigkeit spürbar sei, sagt er.
Für das Präsidium der RPK steht der bisherige Vorsteher Bruno Stillhart (CVP) zur Wahl. Sieben Personen kandidieren für sieben Sitze. Soweit ebenfalls unspektakulär, wäre da nicht die eheliche Verbindung zwischen dem bisherigen RPK-Mitglied Herbert Wight (FDP) mit der künftigen Schulpräsidentin. An der Infoveranstaltung im Gemeindesaal am Mittwochabend, an der sich die Kandidaten vorstellten, wurde Herbert Wight gefragt, ob es nicht einen Interessenkonflikt geben könnte, wenn der Ehemann in der RPK sitze, während die Ehefrau Gemeinderätin ist. Wight war auf die «unerwartete» Frage wohlgefasst und beschwichtigte: «Erstens kann und will ich meine Frau nicht kontrollieren, und zweitens müsste ich im Fall einer Interessenbekundung ihrerseits meine Kollegen in der RPK ?überschnorren?, was kaum möglich sein würde.» Neue Wahlzettel
Die Erneuerungswahlen 2010 werden für die Bürger dank neuen Wahlzetteln vereinfacht. Auf diesen sind bloss die leeren Zeilen vorgedruckt. Der Wähler schreibt darauf von Hand die Namen seiner Favoriten in die entsprechende Zeile ein. FDP-Aktuar Paul Burgener fordert die Bürger zum Wählen und somit zur aktiven Teilnahme an der Gemeindepolitik auf. Seine Botschaft ans Volk lautet: «Luege, lose, mitmache.» |