Uetikon Kampfwahl um Schulpräsidium - Kandidaten im Hearing
Sozialer Triathlet gegen unabhängige Motivatorin
Zwei Sportbegeisterte wollen die Schule Uetikon präsidieren. Christoph Alder und Ladina Ladner haben auch sonst einiges gemeinsam. Daniel Fritzsche
Im Anschluss an die Fragerunde zur Präsidentenkür (Artikel oben) haben sich die beiden Kandidaten für das Uetiker Schulpräsidium der Öffentlichkeit präsentiert: Der Sozialdemokrat Christoph Alder trifft am 25. April auf die parteilose Ladina Ladner.
Alder, der Nette
Erst seit anderthalb Jahren wohnt Christoph Alder in Uetikon. «Mich kennt hier praktisch niemand», gab der 40-jährige Sozialpädagoge ohne Allüren zu. «Das muss aber kein Nachteil sein.» Der SP-Kandidat strich seine weitreichende Erfahrung und fundierte Ausbildung im Erziehungsbereich heraus. Zuletzt arbeitete er in der Männedörfler Kinderstation Brüschhalde. Zusammen mit seiner Frau plant er, sich längerfristig in Uetikon niederzulassen - unter anderem auch, weil sich das Dorf hervorragend für das Training seiner Leidenschaft, dem Triathlon, eigne. Seine Kandidatur begründet der ehemalige Fussballtrainer damit, dass er gerne Verantwortung übernehme. Als positive Eigenschaft nannte er seine Teamfähigkeit und seine «sachliche Art».
Das umstrittene Oberstufen-Konzept der Schule Uetikon hält Alder für «mega spannend». Das selbstgesteuerte Lernen würde den Schülern helfen, sich auf das Erwachsenenleben und die Regeln der Wirtschaftswelt vorzubereiten. Er stehe voll dahinter, sei sich aber bewusst, dass das Konzept nicht für alle Schüler «und vor allem nicht für alle Eltern» geeignet sei.
Ladner, die Nette
Einen ebenso sympathischen Eindruck wie Alder machte gestern die zweite Kandidatin fürs Schulpräsidium, Ladina Ladner. Seit sechs Jahren engagiert sich die Sport-Fachredaktorin in der Schulpflege und in verschiedenen Vereinen. Als Schulpräsidentin möchte die ausgebildete Primarlehrerin «das Vertrauen in die Schule stärken». Wichtig sind ihr zwischenmenschliche Kontakte, eine gute Teamleistung, eine offene Diskussionskultur und klare Regeln. Sich selber sieht Ladina Ladner als «Coach, Motivatorin und Koordinatorin». In der Volksschule sollten schwache und begabte Schüler gleichermassen gefördert werden. Wichtig ist der sportbegeisterten Uetikerin zudem die Bewegung an der Schule. Fragen bezüglich ihrer Parteilosigkeit wischte Ladina Ladner vom Tisch: «Ich weiss, wo ich stehe», sagte die ehemalige Jungfreisinnige. Wichtig seien ihr die Familie, das Dorf und das Miteinander.