Die Querelen um die geplante Einheitsgemeinde haben Spuren hinterlassen im Hirzel: Fünf von sieben Mitgliedern der Schulpflege, die sich gegen die Einheitsgemeinde gewehrt hatte, sind nicht mehr zu den Wahlen angetreten. Auf der anderen Seite hat der Gemeindepräsident, wohl als Quittung für sein Engagement pro Einheitsgemeinde, das schlechteste Resultat aller Gemeinderäte erzielt. Die Situation zwischen den zwei Behörden ist derart zerfahren, dass der Steuerungsausschuss die Ausarbeitung der neuen Gemeindeordnung fürs Erste sistieren musste.
Die Wahlen sind deshalb zum genau richtigen Moment gekommen. Die blockierten Positionen könnten sich mit der Runderneuerung der Schulpflege lösen. Der Gemeinderat hat die Chance, beim Projekt Einheitsgemeinde vorwärtszumachen. Dazu muss er die neue Schulpflege aber mit ins Boot holen. Nur weil die Schulpflege neu ist, ist sie nämlich nicht automatisch für die Einheitsgemeinde. Es gilt, eine Lösung zu finden, welche die Anliegen der Schule ernst nimmt. Dann klappts.