Er habe festgestellt, dass die Partei auf lokalpolitischer Ebene eine kleine Rolle spiele. So begründete Hanspeter Draeyer im Herbst seinen Austritt aus der FDP. Gestern hat sich gezeigt, dass diese persönliche Einschätzung täuschte. Ohne Partei im Rücken war Draeyer trotz achtjähriger Exekutivetätigkeit selbst gegen den politisch unerfahrenen Fabian Müller chancenlos. Seine Absicht, gelöst von parteilichen Verpflichtungen sachbezogen Lösungen zu suchen, fand bei den Rüeschlikern kein Gehör.
Zudem blies Draeyer als Bauvorstand in den letzten Jahren ein rauer Wind entgegen. Die geplante Überbauung des Gebiets um den Bahnhof und das Zentrum stiess in der Bevölkerung auf grosse Kritik. Viele sahen in der Zentrumsplanung einen Angriff auf Rüschlikons Dorfcharakter und verbanden diesen Angriff direkt mit Hanspeter Draeyer.