Thalwil Alle bisherigen Schulpflegerinnen und Schulpfleger in ihrem Amt bestätigt
Beatrice Meier (SP) bleibt Schulpräsidentin
Der FDP-Angriff aufs Thalwiler Schulpräsidium ist kläglich gescheitert: Daniel Tewlin schaffte nicht einmal den Einzug in die Schulpflege. Philipp Kleiser
«Die Erleichterung ist sehr gross», erklärt Beatrice Meier (SP) in einer ersten Reaktion auf die Wahlergebnisse ums Thalwiler Schulpräsidium. Mit über 1000 Stimmen Vorsprung und 2179 erzielten Stimmen hat sie sich gegen ihren Herausforderer und Vorgänger im Schulpräsidium, Daniel Tewlin (FDP), durchgesetzt. Dieser erhielt 1044 Stimmen, die Stimmbeteiligung betrug 40,6 Prozent.
«Überrascht» über das deutliche Ergebnis sei sie, sagt Meier, denn sie habe dieses so nicht erwartet. Nach einem «Wahlkampf, der an die Substanz ging», wertet Meier das Resultat als Zeichen, dass die Politik der bisherigen Schulpflege beim Souverän gut ankomme: «Die Bevölkerung will, dass wir den eingeschlagenen Weg weitergehen, und das werden wir auch tun.»
Nur Bisherige gewählt
Meier kann dabei in der von 11 auf 9 Sitze reduzierten Schulpflege auf lauter Bisherige zählen. Alle neun Schulpflegerinnen und Schulpfleger, die sich der Wiederwahl stellten, wurden gewählt. Es sind dies neben Beatrice Meier (SP, 2504 Stimmen) auch Kurt Vuillemin (SP, 2233), Corinne Steiner-Müller (parteilos, 2180), Hans Peter Lüthi (FDP, 2146), Corinna Frick-Knuchel (FDP, 2122), Simone Küttel (DVG, 2108), Elsbeth Kuster-Kölliker (EVP, 2092), Gabi Denoth (SP, 1974) und Beatrice Kern-Rüst (CVP, 1928).
Die drei neuen Kandidaten sind hingegen alle gescheitert: Erika Habermacher (SP) erhielt 1676 Stimmen, Kurt Wälti (SVP) 1503 Stimmen und Daniel Tewlin (FDP) deren 1481. Sie erreichten zwar das absolute Mehr von 1347 Stimmen klar, schieden aber als überzählig aus.
FDP muss über die Bücher
Dass Tewlin nicht nur das angestrebte Schulpräsidium verpasste, sondern mit dem schlechtesten Resultat aller Kandidatinnen und Kandidaten auch nicht in die Schulpflege gewählt wurde, sorgt bei der FDP für grosse Enttäuschung. «Wir haben das so nicht erwartet», sagt FDP-Präsident Christian Josi auf Anfrage. Über Gründe, welche die Niederlage herbeigeführt hätten, will Josi nicht spekulieren. Man werde das Ergebnis nun analysieren, akzeptiere aber natürlich den demokratischen Entscheid des Souveräns: «Wir haben dem Stimmvolk eine Auswahl gegeben, und es hat sich für Beatrice Meier entschieden.»
Der unterlegene Daniel Tewlin selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.