Schönenberg Regula Zenker kann wegen Erkrankung nicht für Freisinnige antreten
Der FDP fehlt plötzlich eine Kandidatin
Die FDP stellt sieben offizielle Kandidaten für die Behördenwahlen am 7. März. Nur sechs von ihnen werden aber wirklich wählbar sein. Interview Pascal Münger
Hanspeter Sihler*, heute zwischen 10 und 12 Uhr stellen sich die FDP-Kandidaten für die Behördenwahlen im Dorfhuus vor. Regula Zenker steht jedoch nicht mehr zur Verfügung, obwohl sie auf der offiziellen Kandidatenliste für den Gemeinderat steht. Warum?
Regula Zenker ist schwer erkrankt und würde ihr Amt als Gemeinderätin deshalb keinesfalls ausführen können. Momentan befindet sie sich in einer Klinik.
Warum stellen Sie keinen neuen Kandidaten auf?
Ich wurde von Regula Zenker am 23. Dezember über ihre Erkrankung informiert. An diesem Tag wurde jedoch unsere Kandidatenliste zum zweiten Mal offiziell in der «Zürichsee-Zeitung» publiziert. Damit war die Frist für eine zusätzliche Nominierung abgelaufen, und laut Gesetz sind auch in einem Krankheitsfall keine Nachnominationen möglich.
War auch der Kandidatin ihre Erkrankung zuvor nicht bekannt oder hat Sie Regula Zenker zu spät informiert?
Aus Gründen der Diskretion werde ich über die Art ihrer Erkrankung nicht sprechen. Die Krankheit war aber weder für mich noch für Frau Zenker vorhersehbar.
Werden Sie vor dem Wahltag am 7. März nochmals eine offizielle Mitteilung an die Wähler verschicken, dass Regula Zenker nicht gewählt werden kann?
Eine solche Aktion ist nicht geplant. Schönenberg ist eine kleine Gemeinde, und wir vertrauen darauf, dass die Bevölkerung davon bereits ausreichend Kenntnis genommen hat.
Neu werden Sie also mit nur zwei Kandidaten für den Gemeinderat antreten. Die SVP wird drei Kandidaten stellen. Macht Ihnen das Bauchschmerzen?
Mit Bruno Kuhn nominieren wir auch einen Kandidaten für das Präsidium der Primarschulpflege. Kuhn würde bei einer allfälligen Wahl ebenfalls Einzug in den Gemeinderat nehmen. Wenn dazu unsere beiden Kandidaten Monika Schärer und Antoine Schuler gewählt würden, hätten wir weiterhin drei Vertreter im Gemeinderat. Diese Sitze wollen wir verteidigen.