Die grösste und die jüngste Partei, so lauten die Sieger der Parlamentswahl in Wädenswil. Die SVP erobert zwei Sitze und stellt neu zehn von 35 Gemeinderäten. Damit baut die Volkspartei ihre Stellung als stärkste Kraft in der Legislative klar aus. Die SP als zweitstärkste Partei verliert einen Sitz und stellt so nur mehr sechs Parlamentarier, vier weniger als die SVP.
Die Grünliberale Partei (GLP) besetzt neu einen Gemeinderatssitz. Für die erstmals antretende Ortssektion zieht Parteipräsident Kuno Spirig auf Anhieb ins Parlament ein. Damit teilen in der kommenden Legislatur neun Parteien die Sitze untereinander auf, zwei mehr als noch vor acht Jahren. Denn auch die EDU, die vor vier Jahren bereits als neue Kraft hinzugekommen ist, kann ihren einzigen Sitz in Person von Bertha Stocker verteidigen.
Als einzige weitere Partei einen Sitz gewinnen kann die Grüne Partei (GP). Sie kommt neu auf vier Sitze. Und ist damit gemeinsam mit der CVP die viertstärkste Partei im Parlament. Die CVP ist mit ihren vier Sitzen neben der EDU die einzige Partei, die weder Sitze gewonnen noch verloren hat. FDP verliert erneut an Boden
Auf der Verliererseite müssen vier Parteien jeweils einen Sitz abgeben, darunter auch die beiden nach der SVP stärksten Parteien. Die Sozialdemokraten verlieren nach 2006 erneut einen Sitz, und auch die FDP befindet sich weiter im Abwärtstrend. Stellten die Freisinnigen vor 2002 noch die stärkste Fraktion im Parlament, kommen sie neu nur noch auf fünf Volksvertreter - halb so viele wie die Wahlsiegerin SVP.
Das Bürgerliche Forum Positives Wädenswil (BFPW) muss ebenfalls einen Rückschlag hinnehmen. Das BFPW schickt die nächsten vier Jahre zwei Vertreter ins Parlament. Und verliert damit den Sitz wieder, den es vor vier Jahren gewonnen hatte. Schliesslich büsst auch die Evangelische Volkspartei (EVP) einen Sitz ein und stellt neu noch zwei Gemeinderäte.
Über alle Parteien gesehen sind neun neue Parlamentarier in die Volksvertretung gewählt worden. Gleich vier bisherige sind dafür abgewählt: Matthias Haab, weil die EVP einen Sitz verliert; Denise Engel (SP) sowie Roland Bollier und Reto Wullschleger vom Bürgerlichen Forum Positives Wädenswil, weil bisher nicht im Gemeinderat sitzende Parteikollegen mehr Stimmen gewinnen konnten. Bollier fehlten lediglich vier Stimmen zur Wahl. Vor vier Jahren waren noch alle Bisherigen wiedergewählt worden. Wie in der letzten sind auch in der kommenden Legislatur acht der 35 Parlamentarier weiblichen Geschlechts. Vier Neue bei der SVP
Gleich vier neue Gemeinderäte stammen aus dem Lager der SVP: Der Dozent für strategische Studien an der Uni Zürich, Albert A. Stahel, Parteipräsident Erich Schärer und Christoph Lehmann schafften den Sprung ins Parlament auf direktem Weg, Adrian Stocker rückt für den in den Stadtrat gewählten Heini Hauser nach. Sie gesellen sich zu den Bisherigen Martin Lampert, Fredy Haab, Charlotte Baer, Jürg Wuhrmann, Christina Zurfluh Fraefel und Marcel Bättig.
Bei der SP geben mit Corina Bürgi und Jonas Erni, der für den neuen Stadtrat Thomas Largiadèr nachrückt, zwei neue Gemeinderäte ihr Debüt. Gemeinsam mit Willy Rüegg, Thomas Hartmann, Daniel Tanner und Christoph Hirzel bilden sie die SP-Fraktion.
Beim BFPW schafft auf Anhieb der Bauführer Hans Peter Andreoli den Sprung ins Parlament. Dies, obwohl die Partei einen Sitz verloren hat. Gemeinsam mit Ivo Peyer vertritt er in Zukunft die Interessen des BFPW.
Bei den Grünen zieht mit Adrian Stucki neu der Parteipräsident in die Volksvertretung ein. Er ergänzt den gescheiterten Stadtratskandidaten Heinz Wiher, Simon Kägi und Rita Hug. Letzter Neuling ist Kuno Spirig von der Grünliberalen Partei (GLP), der erste Gemeinderat seiner Partei in der Geschichte Wädenswils. Bisherige bei FDP, CVP, EVP, EDU
FDP, CVP, EVP und EDU treten mit ausschliesslich bisherigen Gemeinderäten die neue Legislatur an. Bei der drittgrössten Fraktion, den Freisinnigen, erzielte Peter Schuppli das beste Ergebnis, gefolgt von Peter Dolder, Thomas Bürge, Astrid Furrer und Gian Fadri Gattiker. Die CVP tritt mit den bewährten Beat Wiederkehr, Aurèle Greter, Monika Greter und Michael Vogt an.
Für die EVP sitzen die Bisherigen Tobias Mani und Rahel Sonderegger im Parlament, und die EDU wird wie bis anhin von Bertha Stocker vertreten. |