Wegen eines Missverständnisses ist das Wahl-Werbematerial der Kandidaten erst nach den offiziellen Abstimmunterlagen versandt worden.
Üblicherweise verschickt die Inter-parteiliche Konferenz (IPK) im Vorfeld der Wahlen zuerst das von den Parteien gestellte Werbematerial der Kandidaten, erst einige Zeit später erhalten die Stimmberechtigten dann von der Gemeinde die Stimmzettel. Doch dieses Jahr ist alles anders: Bereits vor rund einer Woche landeten die Kuverts mit den Wahlzetteln im Briefkasten, während das Werbematerial erst dieser Tage verteilt wird. «Das war keine böse Absicht», sagt Heinz Aschmann, Präsident der IPK, die für den Versand der Parteienwerbung verantwortlich ist.
Grund für die Verzögerung war gemäss Aschmann ein Missverständnis bei der Anlieferung der adressierten Briefumschläge zwischen der Gemeinde Horgen und dem Humanitas, welches für das Verpacken des Materials verantwortlich ist. Der Horgner Gemeindeschreiber Felix Oberhänsli weist dies zurück: «Der Versand an Humanitas erfolgte rechtzeitig Mitte Dezember.» IPK-Präsident Heinz Aschmann glaubt nicht, dass die Verzögerung grosse Auswirkungen auf die Wähler haben wird: «Es bleibt ja noch zwei Wochen Zeit bis zur Wahl, man ist also nicht unter Zeitdruck.»
Es fehlt der parteilose Peter Wirth
Nicht im Kuvert der IPK finden die Stimmbürger allerdings Peter Wirth, parteiloser Kandidat für die Horgner Exekutive. «Er hat keine Anfrage an uns gerichtet, um in den Versand aufgenommen zu werden», sagt Aschmann, «die Zeit wäre aber auch äusserst knapp gewesen.» Wirth, der seinen Wahlkampf nach seinen Worten aus dem eigenen Portemonnaie bestreitet, wird dennoch präsent sein: «Ich habe mit meiner Frau und vier Freunden ein Flugblatt in alle Haushaltungen verteilt.» Im Gegensatz zu Wirth hat die Lebensqualität Horgen mit ihrer Kandidatin Renée Hassiotis die Möglichkeit des Versandes durch die IPK genutzt. (sta)