Rapperswil-Jona

Wettbewerbskredit für Schlossumbau bewilligt

Die stimmberechtigten Bürger der Ortsgemeinde sprachen sich klar für den Kredit über 200 000 Franken für einen Projektwettbewerb zur Erstellung eines Scharnierbaus auf dem Schloss aus.

Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung der Ortsgemeinde stand ein Wettbewerbskredit für bauliche Anpassungen im Schloss Rapperswil.

Im Mittelpunkt der Bürgerversammlung der Ortsgemeinde stand ein Wettbewerbskredit für bauliche Anpassungen im Schloss Rapperswil. Bild: Manuela Matt

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Nur drei Punkte standen auf der Traktandenliste der Bürgerversammlung der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona vom Donnerstagabend. Aber darüber diskutiert wurde fast nichts. Selbst der Wettbewerbskredit über 200 000 Franken für die Erstellung eines Scharnierbaus zwischen Palas und Gügelerturm im Schloss Rapperswil wurde oppositionslos gutgeheissen. Präsident Matthias Mächler erklärte nochmals bis ins Detail, welche Ideen im Schloss umgesetzt werden sollten (die ZSZ berichtete). Für dieses Projekt soll in einem aufwendigen Verfahren ein geeigneter Planer mittels Wettbewerb gefunden werden. Die Ortsgemeinde sowie die Stadt Rapperswil werden sich die Kosten von 400 000 Franken je hälftig teilen.

Polen waren kein Thema

«Das Ausstellungskonzept ist nicht Bestandteil des vorliegenden Wettbewerbsverfahrens», erklärte Mächler. Trotzdem versicherte er, dass die Geschichte der Polen in der neuen Ausstellung auf dem Schloss einen angemessenen Platz erhalten werde. Wenn die Stimmbürger der Stadt Rapperswil-Jona am 9. Juni einem Kredit in der gleichen Höhe auch zustimmen, kann der Projektwettbewerb im Herbst gestartet werden. Bei der Diskussion verlangte einzig Architekt Herbert Oberholzer das Wort. Grundsätzlich finde er den Kredit zu hoch, meinte er in seinem Votum, doch er stellte einen anderen Antrag. Beim späteren Ausführungskredit wünschte er sich eine paketweise Vorlage zur Abstimmung über die verschiedenen Ausbauprojekte. Insbesondere über die baulichen Veränderungen durch einen Scharnierbau, den unterirdischen Zugang mittels Lift vom Hauptplatz her und die Ausstellung im Schloss soll einzeln abgestimmt werden können. Die 121 anwesenden Ortsbürger folgten diesem Antrag mit nur ganz wenigen Gegenstimmen klar. Von Seiten der Bürger kam das Thema des Polenmuseums gesterb Abend überhaupt nicht zur Sprache.

Das erste Traktandum konnte schnell erledigt werden. Der Amtsbericht des Ortsverwaltungsrates über das Jahr 2015 wurde diskussionslos genehmigt. Kassier Edi Alpiger konnte auch eine erfolgreiche Rechnung präsentieren. So schloss die Ortsgemeinde das letzte Jahr mit einen Ertragsüberschuss von knapp 470 000 Franken ab. Der Gewinn wird für zusätzliche Abschreibungen und Vorfinanzierungen verwendet. In den Genuss davon kommen die Umsetzung des Schlosskonzepts, die Abteilung Wald und Holz, das Bürgerspital sowie die Insel Lützelau. Zu Beginn der Versammlung informierte der Präsident, dass sich der gesamte Ortsverwaltungsrat am 25. September zur Wiederwahl zur Verfügung stellt. Ab 2021 soll dank schlankeren Strukturen der Rat von sieben auf fünf Personen reduziert werden.

Anfangs Juni wird die Ortsgemeinde den Nachfolger von Ratsschreiber und Geschäftsführer Thomas Homberger bekannt geben. Aus 34 eingegangenen Bewerbungen stehen vier Personen in der engeren Auswahl. Per Ende Jahr wird auch Stadtarchivar Markus Thurnherr in seinen zweiten Ruhestand treten. Als Nachfolger wurde Kurator und Leiter des Stadtmuseums, Mark Wüst, gewonnen. Nach genau einer Stunde wurde die Versammlung geschlossen und ein Apéro serviert. (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 19.05.2016, 23:23 Uhr

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