Hirzel

Gemeinderat lehnt Sek-Petition ab

Eine Weiterführung der Sek Hirzel macht für den Gemeinderat keinen Sinn – ob mit oder ohne Fusion mit Horgen. Er stellt sich gegen eine entsprechende Petition und hat auch die Initiative «Zur Erhaltung der Schule Hirzel» für ungültig erklärt.

In seiner Stellungsnahme stellt sich der Hirzler Gemeinderat nach wie vor hinter die mit Horgen, im Falle einer Eingemeindung ausgehandelte, Vereinbarung, wonach die Sekundarschule Hirzel frühestens ab dem Schuljahr 2017/2018 geschlossen und in jene von Horgen integriert wird.

In seiner Stellungsnahme stellt sich der Hirzler Gemeinderat nach wie vor hinter die mit Horgen, im Falle einer Eingemeindung ausgehandelte, Vereinbarung, wonach die Sekundarschule Hirzel frühestens ab dem Schuljahr 2017/2018 geschlossen und in jene von Horgen integriert wird. Bild: Manuela Matt

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Mit ihrer Petititon «Zur Erhaltung der Sekundarschule Hirzel» ist die gleichnamige Interessengemeinschaft jetzt beim Hirzler Gemeinderat abgeblitzt. Das von rund 1000 einheimischen und auswärtigen Erwachsenen und Schülern unterzeichnete oder online unterstützte Begehren sollte den Gemeinderat dazu veranlassen, sich für eine Weiterführung der Oberstufe Hirzel einzusetzen. Und zwar unabhängig davon, ob die Eingemeindung Horgen-Hirzel zustande kommt. Wehren sollte sich die Exekutive dafür bei der Hirzler Schulpflege, dem Volksschulamt des Kantons Zürich und gegenüber dem Gemeinderat und der Schulpflege von Horgen.

Verständnis,aber keine Kehrtwende

Doch davon will der Hirzler Gemeinderat nichts wissen. Auch nicht nach nochmaligem Überdenken der Situation und weiteren Gesprächen mit Vertretern des Gemeinderates Horgen. In seiner Stellungsnahme stellt sich der Hirzler Gemeinderat nach wie vor hinter die mit Horgen im Falle einer Eingemeindung ausgehandelte Vereinbarung, wonach die Sekundarschule Hirzel frühestens ab dem Schuljahr 2017/2018 geschlossen und in jene von Horgen integriert wird. Darüber hinaus relativiert die Behörde auch die Unterstützung für die Petition, indem sie präzisiert, wieviele Hirzler Stimmbürger dahinter stehen: 233.

Zwar zeigt der Hirzler Gemeinderat Verständnis für die Petitionäre und betont, dass sich die Schulpflege und der Gemeinderat über Jahre für die Erhaltung der Sek im Hirzel eingesetzt hätten. Nur dank dieser Anstrengungen und den Fusionsverhandlungen habe der Kanton wenigstens eine vorläufige Weiterführung erlaubt. Bei den Verhandlungen mit Horgen seien aber sämtliche Beteiligten schnell einmal zu der Erkenntnis gelangt, dass bei einer Fusion eine Weiterführung der Sekundarschule Hirzel «aus organisatorischen, finanziellen und auch aus Gründen der Gleichbehandlung aller Einwohner der erweiterten Gemeinde Horgen nicht vertretbar ist», sagt Hirzels Gemeindepräsident Markus Braun (parteilos).

«Nicht stichhaltigund irreführend»

Die Begründung für die Petition wird vom Gesamtgemeinderat als «weitgehend nicht stichhaltig und teilweise irreführend» zurückgewiesen. Unbegründet sei etwa die Befürchtung, wonach als Folge des Wegzugs der Sekundarschule das Dorfleben verkümmern würde. Auch würden die Petitionäre suggerieren, dass das Hirzler Modell mit leistungsdurchmischten Klassen gegenüber der dreiteiligen Sek in Horgen nur Vorteile aufweise. Dabei hätten beide Systeme gleichermassen Vor- und Nachteile und seien ebenbürtig.

Die Petitionäre rechtfertigen ihre Forderung auch mit steigenden Schülerzahlen. Prognosen rechnen bis 2020 mit einem Anstieg von derzeit 53 auf 90. Gleichwohl käme die Oberstufe «über kurz oder lang nicht darum herum, eine Auslagerung ernsthaft zu prüfen», zeigt sich der Gemeinderat überzeugt. Dies deshalb, weil das Hirzler Modell mit seiner grossen Betreuung besonders hohe Anforderungen an die Lehrkräfte stelle und bei wachsender Schülerzahl daher an Grenzen stosse.

Kein Gehör finden die Petitionäre zudem mit ihrer Forderung, an der eigenen Oberstufe auch bei einem Scheitern der Eingemeindung festzuhalten. «Mit einem Steuerfuss von über 130 Prozent wäre Hirzel nicht mehr attraktiv und riskierte tragende Steuerzahler zu verlieren», warnt die Behörde und rechnet vor, was der Alleingang und «Luxus» allein bei der Sekundarschule Hirzel kosten würde: 1,7 Millionen Franken oder gut 30 Steuerprozente.

Als ungültig erklärt hat der Gemeinderat Hirzel sodann die Initiative «Zur Erhaltung der Schule Hirzel».Seite 3 (Zürichsee-Zeitung)

Erstellt: 31.05.2016, 17:10 Uhr

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