Online seit 11.05.2012 0:00
Mit «Grill-Ueli» zum Weltrekord
«Wir sind mehr als eine Würstli-Bude», stellt «Grill-Ueli» klar und startet den Rekordversuch mit einem marinierten Schweinsnierstück. Bild: Michael Grimm
Pfäffikon. Auf tausende Würste, Steaks und Bratkartoffeln wartet der Rost. Sie sind Teil eines 48-stündigen Dauergrillens, mit dem Ueli Bernold und sein Team ins «Guinness-Buch der Rekorde» wollen. Um dies zu schaffen, brauchen sie Ausdauer und viele hungrige Gäste.
Michael Grimm

Metzgermeister Ueli Bernold alias «Grill-Ueli» liebt es, Fleisch an aussergewöhnlichen Orten zuzubereiten: Für eine Live-Sendung grillierte er schon oben auf dem Frankfurter Fernseh-Turm. Mit der «höchsten Grillparty der Welt», auf dem kleinen Matterhorn, setzte er noch einen drauf und holte mit der verrückten Aktion seinen ersten Eintrag ins «Guinness-Buch der Rekorde». Nun soll der zweite folgen.

Seit gestern, 16 Uhr, stehen «Grill-Ueli» und sein Team während 48 Stunden an den Geräten. In dieser Zeit muss das Gas pausenlos strömen. Beim Dachparkfeld des Seedamm-Centers wurden für das Experiment eigens Zelte aufgeschlagen. Die schwarz beschürzten Männer hoffen auf möglichst viele Vereine, Guggenmusiken und andere Besucher, die Stimmung machen und einen Bärenhunger mitbringen. Die Grillade ob Wurst, Steak oder Fisch entscheidet der Gast ist gratis. Gerne gesehen ist jedoch ein Beitrag in den Spendentopf der Pro Juventute.

Bloss keine nächtliche Flaute

An seiner Kondition zweifelt «Grill-Ueli», der mit dem zweiten Grill-Buch gerade Platz 5 der Schweizer Bestsellerlisten erreicht hat, nicht im Geringsten. «Ich würde auch ohne die erlaubten vierstündigen Pausen durchhalten», ist er überzeugt. Allein die Freude am Grillieren wirke wie ein Aufputschmittel. Red Bull habe dagegen nicht den Hauch einer Chance.

Am härtesten wird es für den Feuerfetischisten, wie er sich selber bezeichnet, zwischen Mitternacht und fünf Uhr morgens. Deshalb sei es umso wichtiger, auch in der Nacht gehörig die Grillzange zu schwingen. «Die Post muss abgehen!» Um jeden Preis sollen einsam vor sich hinbrutzelnde Alibi-Würstchen und leere Festbänke vermieden werden.

London im Genick

Damit der Rekord tatsächlich ins «Guinness-Buch der Rekorde» aufgenommen wird, müssen «Grill-Ueli» & Co. strengste Regeln einhalten. Eine Webcam überwacht den Weltrekordversuch und sendet die Bilder ins Netz sowie direkt nach London. Dort behalten gnadenlose Rekordkontrolleure die Hauptfiguren ständig im Auge.

Keine Aufmerksamkeit werden die Londoner dem reichhaltigen Rahmenprogramm schenken können. Am Samstag und am Sonntag präsentiert Swiss Casino Zürichsee ein «Gratis Casino». Radio Zürisee sendet mehrere Stunden live vor Ort. Zudem gibt es Konzerte von Henrik Belden, der Prix-Walo-Gewinnerin Monique aus Reichenburg und der Band Alpenwind.

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