Die Ankündigung von Umberto Romano, den FC Küsnacht im Sommer zu verlassen, kommt fast aus heiterem Himmel auch für Vereinspräsident Heinz Gross, der gestern davon erfuhr und die Zusammenarbeit mit dem Trainer des Fanionteams eigentlich gerne verlängert hätte. In der Vorrunde war bei der 2.-Liga-inter-Equipe zwar auf und neben dem Platz einiges schiefgelaufen, die nötigen Korrekturen wurden in der Winterpause jedoch vorgenommen. Spieler, die mit der fordernden Art des Trainers nicht zurechtkamen respektive nicht voll mitzogen, sind ausgemustert worden, neue Gesichter stiessen hinzu.
Seither war beim FCK eine klare Aufwärtstendenz auszumachen. Drei der letzten vier Partien wurden gewonnen. «Mit der Rückrunde bin ich zufrieden, ja. Nun stimmt die Leistungsbereitschaft der Spieler, und auch der Erfolg», sagt Romano. Dennoch entschied er sich, den Verein zu verlassen. «Der Grund ist, dass sich die Zukunftspläne des Vereins nicht mit meinen decken», begründet der ehemalige Challenge-League-Kicker. Vor zwei Wochen hatte ihn Gross über einen Strategiewechsel informiert: In Zukunft sollen vermehrt junge Spieler aus der Region in die erste Mannschaft integriert werden. In der Konsequenz bedeutet dies, dass die Ambition, mittelfristig wieder in der 1. Liga mitzutun, nicht erste Priorität hat. Damit konnte sich Romano nicht anfreunden.
Zukunft offen
Welche Mannschaft er kommende Saison beübt, weiss Romano noch nicht. Klar ist, dass er gerne als Trainer weiterarbeiten würde. «Ich bin noch jung und verspüre grosse Lust, mich weiterhin im Fussball zu engagieren.» Allerdings hätten zu diesem Zeitpunkt viele Klubs ihre Trainerposition bereits besetzt. «Und es ist ja nicht so, dass die Vereine auf mich gewartet hätten.» Ein wichtiges Kriterium bei der Vereinssuche sei für ihn eine gewisse Übereinstimmung bezüglich der Arbeitsund Fussballphilosophie. «Ich setzte mich jeweils voll ein und verlange dasselbe von den Spielern», erklärt der 39-Jährige.
Noch offen ist auch, wer beim FCK die Nachfolge Romanos antritt sowohl für dessen Amt als Trainer des Fanionteams wie auch jenes als Technischer Leiter des Vereins. «Wichtig ist uns, dass der neue Mann voll hinter der strategischen Neuausrichtung steht und befähigt ist, junge Spieler auszubilden und zu fördern», erklärt Gross.
(su)
