Die Einladungen zur Gesprächsrunde liegen bereit, heute werden sie per Post verschickt. Ein neues Konzept soll schon bald wieder mehr Besucher ins Kunstzeughaus locken etwa mit mehr Angeboten für Familien und Kinder. Ziel ist es ausserdem, stärker mit den Kulturanbietern der Region zusammenzuarbeiten. Um solche Ansätze zu besprechen, hat das Kunstzeughaus auf Ende Mai eine Diskussionsrunde angesetzt. Eingeladen sind die Ortsparteien von Rapperswil-Jona, Mitglieder des Kulturrats sowie Vertreter der drei Kulturinstitutionen der Stadt der Alten Fabrik, des Stadtmuseums und der IG Halle. Von Seiten des Kunstzeughauses wird der Stiftungsrat anwesend sein, darunter Stadtpräsident Erich Zoller und Katrin Meier, Leiterin des St. Galler Amtes für Kultur.
Kritikpunkte anhören
Der Anlass ist nicht öffentlich, sagt Kuratorin Daniela Hardmeier. Es sei wichtig, dass sich die Anwesenden frei über Ideen und Vorschläge austauschen können. Die Arbeitsgruppe wird im kleinen Kreis diskutieren Hardmeier spricht von einem «konzentrierten, inhaltlichen Austausch», weit entfernt von einer grossen Podiumsdiskussion.
Ziel des runden Tisches ist es, Kritik und Anregungen in die Planung mit einzubeziehen. So will man gemeinsam Lösungen erarbeiten. In einem zweiten Schritt könnten eventuell auch Kunstschaffende ihre Ideen äussern, erwägt Hardmeier.
Stein des Anstosses waren die Besucherzahlen des Kunstzeughauses, die sich im letzten Jahr halbiert hatten. Daraufhin forderte die FDP den Kanton auf, das Konzept des Kunstzeughauses zu überprüfen. Die Regierung will diesem jedoch nicht dreinreden «das freut uns», sagt Hardmeier. Bereits jetzt bestehe ein enger Kontakt mit Stadt und Kanton «wir machen nichts im Alleingang», stellt sie klar.
Kinder entdecken Kunst
Wie das neue Konzept konkret aussieht, davon können sich die Besucher bald ein Bild machen: Für den internationalen Museumstag am 20. Mai will das Kunstzeughaus mit dem Stadtmuseum und dem Minimuseum Viganò in Rapperswil zusammenspannen. Geplant ist unter anderem ein Rundgang für Kinder und ihre Eltern. Mit einem Alltagsgegenstand wie einem Schlüssel oder einem Parkticket begeben sie sich durch die Ausstellung, erklärt Hardmeier. «So sehen sie, wie man Kunst und Alltag verknüpfen kann.» Daneben soll es aber weiterhin Ausstellungen für alle Altersgruppen geben, betont die Kuratorin. Bewähren sich die Angebote für Kinder, möchte man diese in den Folgejahren weiter ausbauen.
