Online seit 3.05.2012 0:00
Spital Linth schreibt erneut Gewinn
Uznach. Gestern präsentierte Gesundheitsministerin Heidi Hanselmann den Geschäftsabschluss 2011 des Spitals Linth. Mit der Entwicklung des Regionalspitals ist sie sehr zufrieden. Wie es mit seinem Ausbau weitergeht, wird am Freitag bekanntgegeben.
Sarah Gaffuri

60 Millionen Franken hat das Spital Linth 2011 umgesetzt. Das ist fast doppelt so viel wie 2002. Auch der Gewinn kann sich sehen lassen. Er blieb zwar unter dem Rekord vom letzten Jahr (1,2 Millionen Franken), fiel aber mit 800000 Franken noch immer stattlich aus. «Spannende Zeiten liegen hinter, aber auch vor uns», sagte Regierungsrätin Heidi Hanselmann. Die Gesundheitsministerin ist gleichzeitig auch Verwaltungsratspräsidentin der Spitalverbunde St. Gallen. Sie stellt dem Regionalspital Linth ein gutes Zeugnis aus. Die Umstellung der Kostenabrechnung sei gut vorbereitet worden, und das Spital funktioniere effizient. «Wäre das Spital Linth ein Zürcher Spital, würde es dort auf Rang 3 abschneiden», erklärte Urs Graf stolz.

Der Spitaldirektor ist zufrieden damit, wie sein Spital die Umstellung auf die Fallpauschale geschafft hat. «Wir hatten in der Schweiz den Vorteil, nicht als Erste das neue Vergütungssystem einzuführen. Aus anderen Ländern gab es bereits Rückmeldungen über die Fallstricke.» Somit bereitete sich das Spital Linth in den letzten vier Jahren umfassend auf die Umstellung vor. Auch 2011 wurden bereits Schattenrechnungen geführt, die aufzeigten, wie mit dem neuen System ein Fall ausgesehen hätte.

Die Zusammenarbeit mit anderen Spitälern wurde weiter ausgebaut. Neu ist eine Zusammenarbeit mit dem Kantonsspital im Bereich der Radiologie. Ein neues MRI-Gerät wird nächste Woche nach Uznach geliefert.

«Bedarf ist anerkannt»

Noch konnten weder Hanselmann noch Graf etwas zur zweiten Etappe des Spitalausbaus sagen. Morgen Freitag wird die Regierung ihr Sparmassnahmenpaket präsentieren. Darin enthalten ist auch eine Prioritätenliste der Bauvorhaben. «In der Regierung ist aber anerkannt, dass die Spitalinfrastruktur einer Anpassung bedarf», sagte Hanselmann gestern.

Neu für die Patienten ist in diesem Jahr auch die Regelung der freien Spitalwahl. Damit sich nach der Rechnungsstellung keine bösen Überraschungen auftun, hat der Kanton St. Gallen eine Broschüre zum Thema kreiert.

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