Online seit 3.05.2012 0:00
Schönheit aus Ürikon greift nach dem Krönchen
Vanessa Gafner will die schönste Zürcherin werden. Bild: Manuela Matt
Ürikon. Vanessa Gafner vertritt an der Wahl der neuen Miss Zürich den Bezirk. Über den Laufsteg schwebt sie gerne. Es gefällt ihr, andern zu gefallen.
Ueli Zoss

Zum Fototermin mit der «Zürichsee-Zeitung» trägt Vanessa Gafner «casual weare». Im Freizeitlook wird sich die 19-Jährige aus Ürikon auch an der Miss-Zürich-Wahl am 11. Mai im Club Escherwyss der Jury präsentieren. Über den Laufsteg stöckelt die Brünette ausserdem im Abendkleid und im Bikini. Sie hat die Masse 89-65-90. «Das ist fast perfekt», sagt die KV-Lernende. Die begeisterte Joggerin feilt im Fitnessstudio regelmässig an ihrem Körper.

Als torgefährliche Juniorin beim FC Stäfa spielte sie bis zum Ende der Schulzeit auch Fussball. 2014 möchte sie an der WM in Basilien, in der Heimat ihrer Mutter, vor Ort für den Rekordweltmeister die Daumen drücken. «Joga bonito», sagen sie in Brasilien, «spiele schön» wie Ronaldinho, Robinho oder Kaka das gefällt Vanessa.

So locker wie die Brasil-Stars aufspielen, so packt die Miss-Zürich-Kandidatin die Aufgabe an, bei der Vergabe des Krönchens ein Wort mitzureden. «Entweder man macht gerne an der Wahl mit oder lässt es lieber bleiben. Ich habe grossen Spass daran.» Sie ist zuversichtlich, gut abzuschneiden. «Meine Chancen auf den Sieg sind intakt. » Angemeldet zum Casting hat sie sich selbst. Der Wunsch nach Selbstdarstellung spielte mit. «Natürlich wollen sich viele Frauen in ihrem besten Licht zeigen.»

Locker kommentiert die Ürikerin auch die kürzliche Meldung, wonach in diesem Jahr aus finanziellen Gründen keine Miss Schweiz erkoren wird. «Das spielt für mich keine Rolle.»

Rundum sympathisch

«Wo machen wir nun die Fotos?», will die Miss-Kandidatin wissen. Die Schiffstation mit dem Üriker Wappen dient schliesslich als Kulisse. Vanessa Gafner ist es gewohnt, zu posieren. Seit dem ersten Casting Mitte März für die Miss-Zürich-Wahl hat sie sich frech im Bikini vor einem Graffiti, lasziv vor einem Wasserstrahl und elegant im Abendkleid ablichten lassen. Auch wenn die Fotos auf der Miss-Zürich-Homepage die junge Schönheit als Frau darstellt, die mitten im Leben steht im Gespräch bleibt die Ürikerin ein Teenager. Keine Spur von Hochnässigkeit, ungeschliffene Antworten, ein schüchternes Lächeln hie und da. Eine Kunstfigur ist sie nicht, auch wenn sie wie aus dem Ei gepellt die Termine mit den Sponsoren der Miss-Zürich-Wahl wahrnehmen muss. Auf die obligate Frage an angehende Missen, ob es unter den zwölf Finalistinnen auch mal zu Zickereien komme, antwortet sie: «Im Gegenteil, alle sind cool, und wir verstehen uns mega.»

Mit viel Selbstvertrauen

Wer Schönheitskönigin werden will, wird auch stets gefragt, was wichtiger sei, Schönheit oder Intelligenz. Vanessa überlegt nicht lange und sagt: «Selbstvertrauen ist das Wichtigste. Mir gefällt es, meine Ausstrahlung einzusetzen, um bei andern Leuten gut anzukommen.»

Dank ihres Erfolgsrezepts hat sie viele Facebook-Fans gefunden, auf deren Support sie bei der Wahl zählt. In diesen Tagen kann sie allerdings nicht viel Werbung in eigener Sache machen. «Ich muss mich auf die Lehrabschlussprüfung vorbereiten.» Beim SMS-Voting gilt es, misszh5 an die 939 zu schicken, um sie zu unterstützen. Die Zahl 5 steht für ihre Startnummer.

Wie immer die Wahl für Vanessa Gafner ausgehen wird eines weiss sie heute schon: Sie wird sich nicht auf ihrer Schönheit ausruhen.

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