Morgen Freitag wird die «Panta Rhei» in der Werft der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) in Wollishofen ins Trockene geholt. Experten sollen dann die Unterseite des Schiffes auf mögliche Schäden untersuchen.
Grund für diese Massnahme ist ein Zwischenfall, der sich bereits am Dienstag ereignet hat. Das Flaggschiff der ZSG war um etwa 16 Uhr vor der Anlegestelle Herrliberg für kurze Zeit mit der Unterseite auf den Grund des Zürichsees gelaufen. ZSG-Sprecherin Conny Hürlimann bestätigte gestern auf Anfrage eine entsprechende Meldung von Radio Zürisee. Das Schiff befand sich auf einer regulären Kursfahrt Richtung Stadt Zürich. Der Kontakt mit dem Seegrund war auf dem Schiff von Crew und Passagieren verspürt worden.
Steine, Wind und Pegelstand
Die «Panta Rhei» setzte ihre Fahrt jedoch danach fort. Am Abend desselben Tages wurde sie gemäss Conny Hürlimann zudem als Fondueschiff auf dem See eingesetzt. Eine Gefahr habe nicht bestanden. «Wir haben einen Taucher unter das Schiff geschickt, um eine erste Abklärung vorzunehmen», sagt sie. Der Taucher habe keine ernsthaften Schäden entdecken können. Trotzdem will die ZSG auf Nummer sicher gehen. Deshalb geht die «Panta Rhei» morgen Freitag zur intensiven Abklärung in die Werft.
Gemäss Conny Hürlimann ist bekannt, dass im Bereich der Unfallstelle vor Herrliberg grosse Steine relativ dicht unter der Wasseroberfläche liegen. Am Dienstag herrschten wegen des starken Windes eher schwierige Verhältnisse. Zudem wird der Pegel des Zürichsees derzeit wegen Hochwassergefahr etwa 10 Zentimeter unter dem Normwert gehalten. Man gehe davon aus, dass all diese Faktoren bei der Grundberührung der «Panta Rhei» eine Rolle gespielt haben, sagt Hürlimann.
(mst)
