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Die «obere» Goldküste ganz scharf
Oetwil, wie es die Störche sehen: Die neue Funktion von Google Maps lässt aus einem anderen Winkel auf die Region blicken. Bild: Google Maps
Google. Auf Google Maps finden Suchende neu auch Luftaufnahmen mit 45-Grad-Ansichten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Satellitenbildern bestechen sie durch mehr Tiefe.
Frank Speidel

Wer auf Google Maps ganz nah heranzoomt, sieht die Landschaft jetzt dreidimensional. Neu hat der Onlinedienst nebst herkömmlichen Satellitenbildern auch 45-Grad-Luftaufnahmen aufgeschaltet. Im Gegensatz zu den Bildern aus der Vogelperspektive, die senkrecht nach unten blicken lassen, ist bei den Luftaufnahmen deutlich mehr Tiefe zu erkennen. Wer also wissen will, was sich hinter den hohen Mauern der Villen am Zürichseeufer verbirgt, kann jetzt nicht mehr nur von oben in die Gärten blicken. Neu sind auch Blicke unter die Vordächer möglich. Zudem können die Bilder mit einem Kompass gedreht werden. So lassen sich die Häuser von allen Seiten her betrachten.

Am rechten Zürichseeufer sind bisher nur die oberen Seegemeinden zwischen Meilen und Feldbach aufgeschaltet. Ebenfalls in 45-Grad-Ansicht zu sehen sind Montreux, Genf, Lausanne und Basel. Die Stadt Zürich und die unteren Seegemeinden erscheinen in herkömmlichen Satellitenbildern.

Aus Flugzeugen fotografiert

Als Google die Funktion Street View (unten rechts) aufschaltete, kritisierten Datenschützer, dass Personen erkennbar waren. Seither lässt Google die Gesichter automatisch verwischen. Bei den 45-Grad-Ansichten sind Personen kaum erkennbar. Die Luftaufnahmen wurden von Kleinflugzeugen aus gemacht. Die Bilder habe man, heisst es seitens von Google, von «lokalen Partnerfirmen» erhalten.

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