Sicherheitsvorstand Daniel Blank (SVP) ist seit zwei Jahren als Gemeinderat für Rümlang tätig, Tiefbauvorstand Beat Scheuber (FDP) seit neun Jahren. Nun möchten beide vorzeitig aus der Behörde zurücktreten, da sich ihr politisches Engagement zeitlich nicht mehr mit ihrer beruflichen Tätigkeit vereinbaren lasse. Blank und Scheuber haben deshalb unabhängig voneinander beim Bezirksrat Dielsdorf je ein entsprechendes Gesuch eingereicht, über das in nächster Zeit entschieden wird.
«Seit einem halben Jahr habe ich eine neue Herausforderung bei Postfinance übernommen, die es mit sich bringt, dass ich zwischen Zofingen, Rümlang und Bern hin und her pendle», erläutert Daniel Blank. Dort sei er sehr absorbiert, sodass er tagsüber zunehmend Termine in der Gemeinde nicht mehr habe wahrnehmen können. «Und wer mich kennt, weiss, dass ich keine halben Sachen mache», sagt Blank. So habe er sich nach einem halben Jahr der doppelten Belastung entschieden, aus dem Gemeinderat zurückzutreten. «Das Behördenamt ist eine tolle Aufgabe, doch mir fehlt mittlerweile schlichtweg die Zeit.» Die letzten 23 Jahre, während derer sich Blank als Feuerwehrkommandant, in der Rechnungsprüfungskommission und im Gemeinderat für Rümlang einsetzte, möchte er nicht missen. «Es war eine bereichernde und erfüllende Zeit.» Selbstverständlich werde er für eine saubere Übergabe an seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin besorgt sein. «Das ist Ehrensache.» Weiter gebe es Pendenzen, die er möglichst noch selber erledigen werde.
Doppelte Belastung
Auch für Beat Scheuber hat die doppelte zeitliche Belastung als Geschäftsführer des Elektrizitätswerks (EW) Rümlang und als Gemeinderat den Ausschlag für den Rücktritt gegeben. «Durch die Strommarktliberalisierung sind die Abläufe und Inhalte im EW komplizierter geworden, der Arbeitsaufwand ist deutlich gewachsen», führt Scheuber aus. Und die Verpflichtungen im Gemeinderat seien ebenfalls gestiegen. Scheuber engagiert sich seit 1998 in den Rümlanger Behörden. Zuerst während fünf Jahren als Mitglied der Baukommission, danach seit dem Jahr 2003 als Gemeinderat. Gewählt worden ist er damals nach dem Rücktritt von Werner Gugolz in einer Ersatzwahl.
Die Zusammenarbeit im Gemeinderat empfinde er als sehr gut. «Die Atmosphäre ist angenehm. Der Rücktritt hat mit der Behörde an sich nichts zu tun.» Die Erfahrungen, die er als Gemeinderat gemacht habe, seien spannend, das Mitgestalten im Dorf habe er stets als interessant empfunden, sagt Scheuber. Bis für seine Nachfolge jemand gefunden ist, werde er selbstverständlich im Amt bleiben.
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