Ein Drittel aller Hausbrände ist auf unachtsame oder sogar fahrlässige Bewohner zurückzuführen. Roland Meier, Sicherheitschef der Stadt Rapperswil-Jona, weiss, worauf es ankommt. Auch wenn, wie er sagt, nicht alle Unglücke verhindert werden können, gibt es einige Dinge, die man beachten kann und die helfen, Brände zu vermeiden.
Elektrische Geräte sind häufig Ursachen von Feuersbrünsten. Meier rät, beispielsweise Fernseher, Computer oder Stereoanlage nach dem Benützen wenn möglich ganz auszuschalten und nicht auf Stand-by weiterlaufen zu lassen. Ferner sei es dringend ratsam, Elektroinstallationen von einer Fachperson vornehmen zu lassen und sich nicht selber daran zu versuchen.
Vorsicht mit Holzöfen
Besonders gefährdet sind laut Renato Resegatti alte Holzhäuser. Der Direktor der Gebäudeversicherungsanstalt St. Gallen erklärt: Diese Häuser sind nicht nur leicht brennbar, sondern auch ihre Beheizung ist ein Problem. Gerade die Handhabung der alten Holzöfen kann schlimme Folgen haben, wenn man sich damit nicht auskennt. «Während der extremen Kälteperiode im Februar brannten in der Schweiz einige Häuser, weil die Öfen überhitzt waren.» Wer nicht stetig Scheite nachlegt, sondern einen zu grossen Haufen Holz anzündet, riskiert, dass die Umgebung des Ofens durch die intensive Hitze, die abgestrahlt wird, Feuer fängt. Ausserdem müssen Kamine solcher Öfen regelmässig vom Kaminfeger kontrolliert und gereinigt werden.
Bricht aber dennoch ein Brand aus, ist im ersten Moment vor allem der Rauch lebensgefährlich. Schläft man, riecht man ihn nicht. Doch das Kohlenmonoxid, das im Rauch vorhanden ist, macht bewusstlos und führt schliesslich zum Tod. Hier hilft nur ein Rauchmelder. Sein schrilles Alarmzeichen holt einen auch aus dem tiefsten Schlaf.
Tragische Folgen
Vor zwei Tagen brannte in Steinerberg ein Holzhaus vollständig nieder. Dabei starben eine Frau und zwei Kinder. Weitere Bewohner wurden verletzt. Die Brandursache ist noch unklar.
