Online seit 25.01.2013 0:00
Die Bevölkerung im Linthgebiet wächst doppelt so stark
Einwohnerzahlen. Das Linthgebiet boomt. Gegenüber dem Vorjahr hat das Bevölkerungswachstum 2012 sich beinahe verdoppelt. Besonders beeindruckend ist die Entwicklung in Eschenbach.
Marco Lügstenmann

Letztes Jahr konnten 11 von 14 Gemeinden sich über einen Einwohnerzustrom freuen. Per 31. Dezember 2012 lebten 63313 Menschen zwischen Rapperswil-Jona und Amden, 563 mehr als 2011. Das ist ein Anstieg von über 0,8 Prozent. Zum Vergleich: Zwischen 2010 und 2011 wuchs die Bevölkerung mit 270 Einwohnern oder umgerechnet 0,4 Prozent nur halb so stark.

Obenauf schwingen aktuell die Gemeinden Benken und Kaltbrunn. Ihre Bevölkerung ist um 2,68 respektive 2,65 Prozent gewachsen. In absoluten Zahlen am meisten zulegen konnte aber Eschenbach. Vor der grossen Fusion liessen sich hier 165 Personen nieder, ein Jahr zuvor waren es gerade mal 21 Neuzuzüger.

Es wird kräftig gebaut

Für Gemeindepräsident Josef Blöchlinger eine sehr positive Nachricht. «Grundsätzlich freuen wir uns natürlich darüber.» Es zeige, dass Eschenbach eine attraktive Gemeinde mit viel Potenzial sei. «Wir sind eine ruhige Landgemeinde und dennoch nahe an den Städten St. Gallen und Zürich gelegen.» Daneben könne man ein gutes Freizeitangebot sowie moderate Mietund Bodenpreise bieten.

Als wirklich entscheidenden Punkt für das Wachstum bezeichnet Blöchlinger aber die bauliche Entwicklung. «Wir konnten einige Projekte mit Einund Mehrfamilienhäusern realisieren. Das hat automatisch mehr Menschen angezogen.»

Geholfen hat dabei auch, dass Eschenbach mit einem Zonenplan arbeiten konnte. Fusionspartner St. Gallenkappel hat zwar ebenfalls leicht zugelegt, muss sich aber mit Teilzonenplänen herumschlagen. «Das hat die Entwicklung dort etwas gehemmt.» Blöchlinger erwartet, dass sich der Trend in den nächsten zwei bis drei Jahren fortsetzen wird. Bis dahin werden weitere Grundstücke überbaut. Und auch danach gibt es noch Reserven. «Gerade in Neuhaus kann noch reichlich gebaut werden.» Wenn es nach Blöchlinger geht, soll das Wachstum künftig aber ein wenig gemässigter ausfallen. «Langfristig wäre eine Zunahme von jährlich 1 Prozent oder 50 bis 60 Personen wünschenswert.»

Während Eschenbach vom Bauboom profitiert, bereitet den Schmerknern ihre bauliche Entwicklung Sorgen.

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