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SOB-Strecke ist im Sommer drei Wochen gesperrt
Zwischen 22. Juli und 12. August werden auf der SOB-Strecke Wädenswil-Samstagern keine Züge verkehren. Die Fahrgäste müssen auf Busse umsteigen. Bild: Archiv zsz
Wädenswil/Richterswil. Die Südostbahn (SOB) führt dieses Jahr umfangreiche Sanierungsarbeiten an der ins Alter gekommenen Strecke Wädenswil-Samstagern durch. Im Juli und August fallen die Züge für drei Wochen gar komplett aus so der Verwaltungsrat den Entscheid denn absegnet.
Elio Stamm

Schon seit Oktober überholt die Südostbahn (SOB) auf der Strecke zwischen Samstagern und dem Richterswiler Bahnhof Burghalden den Oberbau sprich Schienen, Schwellen, Schotter. Davon gemerkt hat die breite Öffentlichkeit bisher aber noch nicht viel. Die Arbeiten, die über die Festtage kurz ruhten und noch bis Ende März dauern, werden hauptsächlich in den späten Nachtstunden durchgeführt. Sie beeinträchtigen den Fahrplan nicht einzig die Nachtruhe einiger Anwohner.

Spätestens diesen Sommer aber dürfte die Sanierungsoffensive der SOB jedem Fahrgast bewusst werden. Vom 22. Juli bis zum 12. August plant das Unternehmen nämlich, die Strecke komplett zu sperren. Wer dann von Wädenswil nach Samstagern gelangen oder den umgekehrten Weg nehmen will, muss auf einen der Ersatzbusse umsteigen.

Bahnhof Burghalden erneuert

Wie SOB-Mediensprecherin Ursel Kälin erklärt, ist die Vollsperrung durch Arbeiten am Bahnhof Burghalden bedingt. «Dieser Bahnhof, auf dem heute nur eines von zwei Geleisen genutzt wird, muss gleich in mehrfacher Hinsicht überholt werden», sagt Kälin.

Einerseits hätten die Gleisund Weichenanlagen ihr Nutzungsende erreicht. Sprich, auch hier müssten wie bei den momentan durchgeführten Arbeiten zwischen Burghalden und Samstagern Schienen, Schwellen und Schotter ersetzt werden. Dabei würden Schienen zum Einsatz kommen, die weniger Lärm verursachen, wenn der Zug darüber fährt.

Anderseits gelte es, das Perron im Bahnhof zu erhöhen. «Wir setzen das Behindertengleichstellungsgesetz um», sagt Kälin. Dieses fordert Bahnsteige von mindestens 55 Zentimetern Höhe, die ein stufenfreies Einsteigen etwa für Rollstuhlfahrer, aber auch für Kinderwagen schiebende Mütter klar erleichtert. Im Bahnhof Burghalden müsse das Perron dafür um 15 bis 20 Zentimeter erhöht werden. Auch die Beleuchtung zu den Bahnzugängen werde verbessert.

Die Vollsperrung sei die wirtschaftlichste Lösung, sagt Kälin. Insgesamt dürften die Arbeiten im Bahnhof Burghalden die SOB rund 4 Mio. Franken kosten.

Genauere Details zur Sperrung oder zum Fahrplan für die Extrabusse kann die Südostbahn voraussichtlich Anfang März bekanntgeben. Der Umbau des Bahnhofs Burghalden müsse vom Verwaltungsrat Ende Februar zuvor erst noch abgesegnet werden, erklärt Kälin. Vorher könne man nicht aktiv kommunizieren. In Vorbereitung seien eine Veranstaltung in Samstagern sowie ein Flyer, in dem verschiedene Projekte der SOB im Jahr 2013 aufgeführt sind. Neben den Bauarbeiten im Bezirk Horgen plant die SOB auch Instandsetzungsarbeiten in Freienbach und Rothenthurm.

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